Mono Coratina Olivenöl Extra Vergine di Oliva
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| Nährwerte pro 100 g | |
|---|---|
| Energiewert | 824 kcal / 3389 kJ |
| Eiweiß | 0,00 g |
| Kohlenhydrate | 0,00 g |
| davon Zucker | 0,00 g |
| Ballaststoffe | 0,00 g |
| Fett | 91,60 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | 13,70 g |
| Salz | 0,00 g |
Der Charakter dieses Öls entsteht nicht in der Mühle, sondern an einem Tag im Oktober. Die Familie Cillo pflückt ihre Coratina-Oliven, solange sie noch grün sind – und nimmt damit in Kauf, dass jede Olive weniger Öl gibt als ein paar Wochen später. Was sie dafür bekommt, schmeckst du sofort: ein dicht gezeichnetes grünes Bouquet, eine klare Bitterkeit und eine pfeffrige Schärfe, die sich langsam aufbaut.
Das Mono Coratina ist ein sortenreines natives Olivenöl extra aus Cancellara in der Basilikata, gepresst aus einer der charakterstärksten Olivensorten Süditaliens. Kein Verschnitt, keine zweite Sorte, die Kanten abrundet. Ein Öl, das ein Gericht nicht begleitet, sondern die Führung übernimmt – und das, wenn du es zum ersten Mal neben dein gewohntes Supermarktöl stellst, in einer einzigen Mahlzeit erklärt, worin der Unterschied liegt.
Wie das Mono Coratina schmeckt – und warum es früh geerntet wird
In der Nase führt ein ausgeprägt grünes Bouquet: frisch geschnittenes Gras, grüne Mandel, Artischocke, Tomatenblatt. Am Gaumen trifft eine markante, gut eingebundene Bitterkeit auf eine lange, pfeffrige Schärfe, die im Rachen leicht kratzt und angenehm nachklingt. Trotz aller Intensität wirkt das Öl nie grob – es bleibt klar, leicht und vielschichtig.
Diese beiden Empfindungen sind keine Geschmacksfrage, sondern eine Messgröße. Bitterkeit und Schärfe gehen auf Polyphenole zurück, und Polyphenole sind in grünen, noch nicht ausgereiften Oliven am höchsten konzentriert. Mit fortschreitender Reife steigt die Ölmenge je Frucht, der Polyphenolgehalt sinkt. Wer früh erntet, tauscht also Ertrag gegen Substanz. Genau dieser Tausch steht hinter jedem Schluck: Was bei einem ausgereiften, milden Massenöl als „weich" verkauft wird, fehlt hier bewusst.
Deshalb gilt bei nativem Olivenöl extra auch die Umkehrung der Alltagslogik: Ein leichtes Kratzen im Hals ist ein Frischezeichen, kein Fehler. Verliert ein Öl über die Monate an Schärfe, werden Polyphenole abgebaut – ein völlig normaler Verlauf, den du bei diesem Öl über die Zeit tatsächlich mitverfolgen kannst.
Das macht genau dieses Öl aus
- 100 % Coratina, sortenrein aus einer Ernte – kein Cuvée, das Kanten ausgleicht, und damit das unverfälschte Sortenprofil.
- Früh und ausschließlich von Hand geerntet: weniger Öl je Olive, dafür der hohe Polyphenolgehalt, den du als Bitterkeit und Schärfe schmeckst.
- Rund vier Stunden zwischen Hain und Mühle, kalt extrahiert unter 27 °C – Frantoio und Olivenhaine liegen in Cancellara praktisch nebeneinander.
- Dokumentierte Qualität: Testsieger im Olivenöltest der Stiftung Warentest (Ernte 2024/25, Heft 02/2026) und zweimal mit dem Olio Award des FEINSCHMECKER ausgezeichnet.
Cancellara: vier Generationen in den Hügeln der Basilikata
Begonnen hat alles 1931, als Francesco Cillo in den Lehmhügeln rund um Cancellara in der Provinz Potenza mit etwa 300 Olivenbäumen anfing. Heute führt in vierter Generation Andrea Amadori, der Enkel des Gründers, den Betrieb mit mehr als 3.600 eigenen Bäumen auf mineralreichen Böden. Die Hänge dort verlangen Handarbeit und lassen Maschinen kaum Raum – ein Grund, warum die Handernte hier keine Marketingentscheidung ist, sondern die einzige praktikable.
Vier Stunden zwischen Hain und Mühle
Oliven beginnen unmittelbar nach dem Pflücken zu arbeiten: Temperatur und Feuchtigkeit in den Kisten steigen, enzymatische Prozesse setzen ein, der Säuregehalt klettert. Das enge Zeitfenster bis zur Mühle ist deshalb der wirksamste Hebel für saubere Aromatik – und bei Cillo eine Frage von wenigen Kilometern. Extrahiert wird kalt, also unterhalb von 27 °C. Der Begriff ist EU-rechtlich definiert und nur bei Einhaltung dieser Temperaturgrenze zulässig; höhere Temperaturen würden die Ausbeute steigern, aber genau die Polyphenole abbauen, für die dieses Öl gekauft wird. Mehr dazu im Magazin unter Wie Olivenöl entsteht.
Nach der Extraktion: Tank, Schutzatmosphäre, Chargenprüfung
Nach dem Filtrieren lagert das Öl in temperaturkontrollierten Edelstahltanks unter Schutzatmosphäre – nicht monatelang in der Flasche unter Ladenlicht. Jede Charge wird sensorisch und chemisch geprüft, bevor sie abgefüllt wird. Abgefüllt wird auftragsbezogen, was in der Praxis bedeutet: Du bekommst in der Regel eine sehr frische Charge, nicht den Rest einer Abfüllung vom Vorjahr.
Ausgezeichnet von Stiftung Warentest und FEINSCHMECKER
Die Einschätzung ist nicht nur unsere. Das Mono Coratina der Ernte 2024/25 wurde Testsieger im Olivenöltest der Stiftung Warentest (Heft 02/2026) mit der Gesamtnote „gut" (2,3) und der sensorischen Teilnote 1,9. Beim Olivenöltest des Magazins DER FEINSCHMECKER erreichte das Öl 2025 den 1. Platz in der Kategorie „mittel fruchtig"; die Ernte 2025/26 wurde 2026 mit einem Olio Award und dem 2. Platz in der Kategorie „intensiv fruchtig" ausgezeichnet. Auszeichnungen ersetzen keinen eigenen Gaumen – aber sie bestätigen, was wir bei der Verkostung empfunden haben.
So verwendest du ein Öl, das die Führung übernimmt
Das Mono Coratina ist ein Öl für Gerichte mit Substanz: Es begleitet kräftige Aromen, ohne unterzugehen. Zu Tagliata vom Rind, Lamm oder Bistecca nimmt die pfeffrige Schärfe die Röstaromen auf. Über Kichererbsen, weiße Bohnen, Linsensuppe oder Minestrone entfaltet es seine Würzkraft – der Klassiker der lukanischen Küche. Gegrillte oder überbackene Artischocken, Zucchini, Auberginen und Cime di Rapa gewinnen durch die grüne Bitternote spürbar an Tiefe. Und zu Pecorino, Parmigiano oder schlicht auf gutem Brot mit etwas Salz zeigt das Öl, wie viel Charakter in einer einzigen Zutat stecken kann.
Nimm es roh oder erst zum Abschluss. Der Rauchpunkt eines nativen Olivenöls extra reicht für schonendes Anbraten, aber Hitze zerstört genau die grünen Aromen, für die du dieses Öl kaufst. Ein Faden über das fertige Gericht bringt mehr als jeder Esslöffel in der Pfanne. Gelagert wird dunkel, gut verschlossen und bei 15 bis 20 °C, nicht neben dem Herd. Wird das Öl bei Kälte trüb oder flockig, ist das unbedenklich und löst sich bei Zimmertemperatur von selbst wieder auf.
500 ml, fünf Liter oder doch die Peranzana?
Diese Flasche ist das richtige Format, um die Sorte kennenzulernen, ein Öl auf den Tisch zu stellen oder es zu verschenken. Wenn die Coratina bei dir dagegen regelmäßig leer wird, lohnt der Blick auf die 5-Liter-Bag-in-Box mit Zapfhahn: identisches Öl aus derselben Mühle, deutlich günstiger pro Liter – und wir erklären dort, warum gerade ein polyphenolreiches Öl wie dieses ein Großformat am besten übersteht.
Und wenn dir die Intensität zu viel ist? Dann ist das sortenreine Mono Peranzana aus demselben Frantoio der Gegenentwurf: delikat fruchtig, weich, mandelbetont, gemacht für Fisch, Meeresfrüchte, helles Fleisch und junges Gemüse. Viele haben beide in der Küche stehen und greifen nach Gericht, nicht nach Gewohnheit. Alle Öle des Hauses findest du auf unserer Herstellerseite zu Francesco Cillo. Ein Porträt über die Familie in unserem Magazin-Beitrag.
Häufige Fragen zum Mono Coratina
Wie schmeckt Coratina-Olivenöl?
Intensiv grünfruchtig mit Noten von frisch geschnittenem Gras, grüner Mandel, Artischocke und Tomatenblatt, dazu eine markante Bitterkeit und eine lange, pfeffrige Schärfe. Die Coratina ist eine der kräftigsten Olivensorten Süditaliens – ein Öl für Fleisch, Hülsenfrüchte, gegrilltes Gemüse und gereiften Käse.
Warum schmeckt das Öl bitter und scharf?
Weil die Oliven früh und grün geerntet werden. Bitterkeit und Schärfe sind der sensorische Ausdruck eines hohen Polyphenolgehalts und damit ein Frischezeichen. Bei einem nativen Olivenöl extra dieser Machart sind sie ausdrücklich erwünscht.
Was bedeutet „Mono" im Produktnamen?
„Mono" steht für Monocultivar, also sortenrein: Das Öl wird ausschließlich aus Oliven der Sorte Coratina gepresst, ohne Verschnitt mit anderen Sorten. So bleibt das unverfälschte Sortenprofil erhalten.
Was unterscheidet die 500-ml-Flasche von der 5-Liter-Bag-in-Box?
Nur Füllmenge, Verpackung und Literpreis – das Öl ist identisch. Die Flasche ist die richtige Wahl zum Kennenlernen und für den Tisch, die Box für Haushalte, in denen im Monat rund ein halber Liter Olivenöl verbraucht wird.
Kann ich mit dem Öl auch braten?
Technisch ja, sinnvoll nur eingeschränkt. Für schonendes Anbraten reicht der Rauchpunkt, aber die feinen grünen Aromen kommen am besten zur Geltung, wenn du das Öl roh verwendest oder erst am Ende über das fertige Gericht gibst.
Wie lagere ich das Olivenöl richtig?
Dunkel, gut verschlossen und idealerweise bei 15 bis 20 °C, nicht neben dem Herd. Kühlere Temperaturen schaden nicht: Wird das Öl trüb oder flockig, löst sich das bei Zimmertemperatur von selbst wieder auf – ohne Qualitätsverlust.
Ist das Öl zu 100 % italienisch?
Ja. Die Oliven stammen aus eigenen und lokal gepflegten Hainen rund um Cancellara in der Basilikata; Ernte, Extraktion und Abfüllung erfolgen vor Ort in Italien.
Grün geerntet, klar gezeichnet – jetzt bei OLIPASO in den Warenkorb legen
Ein Öl, dessen Charakter aus einem bewussten Ertragsverzicht kommt, schmeckt man nicht aus der Beschreibung heraus, sondern aus dem Löffel. Leg das Mono Coratina in der 500-ml-Flasche hier bei OLIPASO in den Warenkorb und stell es beim nächsten Kochen direkt neben dein gewohntes Öl – auf demselben Gericht, mit demselben Löffel. Deutlicher lässt sich der Unterschied zwischen früher Handernte und Massenware nicht zeigen. Jetzt bestellen!
FRANCESCO CILLO
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