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Pollastrini di Anzio – Italiens letzte Fischkonserven-Manufaktur seit 1889
An der Küste des Latiums, im historischen Hafen von Anzio, bewahrt die Familienmanufaktur Pollastrini eine kulinarische Tradition, die in Italien sonst nirgendwo mehr in dieser Reinheit existiert. Seit 1889 produziert das Haus Fischkonserven nach handwerklichen Verfahren – und ist heute der einzige Betrieb des Landes, der ausschließlich italienische Sardinen verarbeitet. Während andere Hersteller längst auf günstigere Importware aus dem Atlantik oder Pazifik umgestiegen sind, bleibt Pollastrini der heimischen Küste treu. Was hier in die Dose kommt, schwamm wenige Stunden zuvor noch im Tyrrhenischen oder Adriatischen Meer.
Tradition aus Anzio: Handwerkskunst seit 1889
Die Geschichte von Pollastrini beginnt am Ende des 19. Jahrhunderts in Anzio, einer der ältesten Fischereistädte Italiens. Über fünf Generationen hinweg wurde das Wissen um die richtige Verarbeitung von Sardinen und Sardellen weitergegeben – vom sorgfältigen Putzen der Fische über die Wahl des Öls bis hin zur Reifung in der Dose. Auch heute erfolgen viele Arbeitsschritte von Hand: Die Sardinen werden einzeln entgrätet, in Dosen geschichtet und mit nativem Olivenöl übergossen. Diese konsequente Handarbeit erklärt, weshalb die Produkte von Pollastrini in Spitzenrestaurants und bei Feinschmeckern in ganz Europa einen besonderen Ruf genießen.
Was Pollastrini einzigartig macht
Vier Eigenschaften heben die Manufaktur aus dem Latium von industriellen Konservenherstellern ab:
- 100 % italienischer Fang: Pollastrini ist heute der letzte Betrieb in Italien, der ausschließlich Sardinen aus italienischen Gewässern verarbeitet – kein Import, keine Kompromisse.
- Handwerk seit 1889: Über 135 Jahre Erfahrung fließen in jede Dose ein, von der Reinigung des Fischs bis zur Schichtung in der Konserve.
- Reine Zutaten: Nur natives Olivenöl, Meersalz und sorgsam ausgewählte Aromen wie frischer Peperoncino – keine Konservierungsstoffe, keine Geschmacksverstärker.
- Jahrgangsreifung: Mit den „Sardine Millesimate" hat Pollastrini eine eigene Kategorie geschaffen – Sardinen, die wie ein guter Wein über Jahre an Reife und Tiefe gewinnen.
Die Pollastrini-Spezialitäten aus italienischen Meeren
Das Sortiment der Manufaktur konzentriert sich auf wenige, dafür herausragende Spezialitäten. Alle Fische stammen aus dem Mittelmeer rund um Italien und werden in den Tagen nach dem Fang in Anzio weiterverarbeitet.
Sardinen in nativem Olivenöl
Die Klassiker des Hauses: mittelgroße italienische Sardinen, eingelegt in nativem Olivenöl. Das Fleisch bleibt fest und saftig, das Öl nimmt mit der Zeit das feine Aroma des Fischs auf und wird selbst zur Delikatesse – ideal, um es nach dem Genuss der Sardinen über geröstetes Brot zu träufeln.
Sardinen in Olivenöl mit Peperoncino
Für Liebhaber südlicher Würze veredelt Pollastrini die Sardinen mit frischem Peperoncino aus Süditalien. Die scharfe Note ist deutlich präsent, ohne den feinen Fischgeschmack zu überdecken – eine harmonische Verbindung zweier Klassiker der mediterranen Küche.
Jahrgangssardinen – Sardine Millesimate
Die Königsklasse des Hauses. Jede Dose trägt das Fangjahr als Jahrgang und reift wie ein Wein im eigenen Olivenöl. Im Laufe der Zeit wird das Fleisch noch zarter, das Aroma runder und komplexer. Pollastrini gehört zu den wenigen Herstellern weltweit, die diese Tradition pflegen.
Die Reifung der Jahrgangssardinen
Anders als gewöhnliche Konserven gewinnen die Sardine Millesimate über Monate und Jahre an Charakter. Empfohlen wird, die Dose nach dem Kauf ruhen zu lassen und gelegentlich zu wenden, damit sich das Olivenöl gleichmäßig im Fisch verteilt. Optimal entfaltet sich der Geschmack zwei bis fünf Jahre nach Abfüllung – manche Sammler lagern Jahrgangsdosen sogar deutlich länger.
Sardellenfilets in Olivenöl
Aus italienischen Gewässern stammen auch die Sardellen, die Pollastrini zu eingelegten Filets verarbeitet. Die Filets werden von Hand entgrätet, in Salz gereift und in feinem Olivenöl konserviert. Ihr intensives, dabei nicht aufdringliches Umami passt zu Pasta, Bruschetta, Salaten oder als unverzichtbare Zutat in der Vitello tonnato.
Andrea Sepe – Bewahrer der Tradition
Heute liegt die Verantwortung für die Manufaktur bei Andrea Sepe. Als Inhaber von Pollastrini di Anzio versteht er sein Unternehmen weniger als Industriebetrieb denn als Bewahrer einer aussterbenden italienischen Handwerkskunst. Seine konsequente Haltung – kein importierter Fisch, keine industrielle Beschleunigung – macht Pollastrini zu einer der wenigen authentischen Adressen, wenn es um echte italienische Fischkonserven geht. Wer eine Dose Pollastrini öffnet, schmeckt nicht nur das Mittelmeer, sondern mehr als ein Jahrhundert ununterbrochenes Familienhandwerk. Jetzt im Shop bei Olipaso.de online bestellen.
Stammt der Fisch wirklich ausschließlich aus Italien? Ja. Pollastrini ist heute der einzige italienische Hersteller, der ausschließlich in italienischen Gewässern gefangene Sardinen verarbeitet – ein Alleinstellungsmerkmal, das das Unternehmen bewusst pflegt.
Was unterscheidet Jahrgangssardinen von normalen Sardinen? Die Sardine Millesimate tragen das Fangjahr und sind für die Reifung in der Dose konzipiert. Über Monate und Jahre nimmt das Fleisch das Aroma des Olivenöls auf, wird zarter und entwickelt eine größere geschmackliche Tiefe.
Wie werden Pollastrini-Sardinen am besten serviert? Pur auf geröstetem Brot mit etwas Zitronensaft, in Salaten, zu Pasta oder als Bestandteil eines italienischen Antipasti-Tellers. Das Öl aus der Dose sollte mitverwendet werden – es trägt einen Großteil des Aromas.
