Masoni Panforte di Siena IGP – Panforte Margherita aus der Toskana

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Kandierte Orangen, kandierte Cedri-Zitronen, kandierte Melonen (Früchte, Glukose-Fruktose-Sirup, Zucker), WEIZENMEHL, Zucker, MANDELN, Glukosesirup, Honig, Gewürze, Oblaten (Kartoffelstärke, Wasser).

Nährwerte pro 100 g
Energiewert 440 kcal / 1847 kJ
Eiweiß 12,00 g
Kohlenhydrate 72,00 g
davon Zucker 34,00 g
Ballaststoffe 0,00 g
Fett 12,00 g
davon gesättigte Fettsäuren 1,00 g
Salz 0,6 g

Wer eine Scheibe Panforte zum ersten Mal in der Hand hält, wundert sich über das Gewicht. Zwei, drei Zentimeter flach, und trotzdem liegt sie schwer auf dem Teller wie ein Stück Hartkäse. Der Grund ist simpel: In diesem Teig steckt kaum Teig. Mandeln und kandierte Früchte stellen den weitaus größten Anteil, das Mehl hält sie nur zusammen. Genau so schreibt es die europäische Schutzvorschrift für den Panforte di Siena IGP vor, und genau so arbeitet die Konditorei Masoni in Colle di Val d'Elsa, eine halbe Autostunde nordwestlich von Siena. Bei uns bekommst du ihn in drei Größen, vom kleinen Probierformat bis zum Laib für die Festtafel.

Mehr Mandel und Frucht als Teig

In den meisten Kuchen sind Früchte und Nüsse Zutaten, die in eine Masse eingerührt werden. Beim Panforte ist es umgekehrt. Die Masse ist das, was übrig bleibt, wenn man Mandeln und kandierte Schalen zusammenfügen muss. Kein Backtriebmittel, keine Krume, keine Luft. Deshalb schneidet man Panforte auch nicht in Kuchenstücke, sondern in schmale Spalten, und deshalb hält er sich Wochen, ohne trocken zu werden. Diese Dichte war historisch kein Stilmittel, sondern Zweck: Ein Gebäck aus Honig, Trockenfrucht und Gewürzen überstand lange Wege und lange Winter.

Was die IGP-Vorschrift tatsächlich verlangt

Anders als bei vielen Traditionsgebäcken ist die Rezeptur hier nicht Auslegungssache, sondern in Prozentsätzen festgeschrieben. Für die weiße Version gilt: mindestens 18 Prozent ganze, ungeschälte süße Mandeln und 35 bis 45 Prozent kandierte Früchte, wobei kandierte Zedratzitrone allein mindestens ein Viertel der Kandierten stellen muss. Weizenmehl vom Typ 0 darf nur 14 bis 18 Prozent ausmachen, dazu kommen Zucker, Millefiori-Honig sowie Muskatnuss und Zimt in klar begrenzter Dosierung. Rechne das zusammen, und du siehst, worauf es hinausläuft: Mandeln und Frucht machen mehr als die Hälfte des Teigs aus. Gebacken wird auf einer Stärkeoblate, bestäubt mit Puderzucker. Herstellung und Verpackung müssen vollständig in der Provinz Siena stattfinden.

Bianco oder Nero – zwei Linien aus derselben Tradition

In Siena unterscheidet man zwei Spielarten des Panforte. Der Panforte bianco, besser bekannt als Margherita, ist die feinere Variante: zurückhaltend gewürzt, getragen von kandierten Zitrusfrüchten, obenauf eine Schicht Puderzucker. Genau diese Version trägt bei Masoni das Siegel Panforte di Siena IGP. Die dunkle Linie ist die ältere und führt in unserem Sortiment als Panpepato ein eigenständiges Leben als Hausspezialität: mit einer Gewürzdecke statt Puderzucker, kräftig geprägt von Zimt und Piment. Wenn Panforte für dich Neuland ist, empfehlen wir dir den Margherita als Einstieg – und den Panpepato als nächsten Schritt, sobald du die würzige Seite Sienas kennenlernen willst.

1879: der Panforte, der für eine Königin milder wurde

Die Vorfahren dieses Gebäcks sind gut belegt. Eine Chronik von 1205 nennt pfeffrige, mit Honig angereicherte Brote als Abgabe an die Nonnen der Abtei Montecelso bei Siena. Im 19. Jahrhundert entstand die erste Panforte-Fabrik der Stadt, und Pellegrino Artusi nahm das Gebäck in sein Standardwerk der italienischen Küche auf.

Der weiße Panforte dagegen hat ein exaktes Geburtsdatum. Zum Palio im August 1879 besuchte Königin Margherita von Savoyen Siena. Zu diesem Anlass bereitete man den Kuchen erstmals mit spürbar weniger Gewürz und einer Decke aus Puderzucker zu, statt ihn wie üblich mit Pfeffer zu bestäuben – und benannte ihn nach der Königin. Der Panforte Margherita war geboren und wurde binnen kurzer Zeit bekannter als das Original. Seit 2013 steht er als Panforte di Siena IGP unter europäischem Herkunftsschutz.

Masoni: eine Konditorenfamilie in der Provinz Siena seit 1885

1885 eröffneten Ippolito Masoni, im Ort von allen nur „Pottelli" genannt, und seine Frau Petronilla Razzi in Colle di Val d'Elsa eine handwerklichen Pasticceria mit angeschlossenem Laden. In den Zwanzigerjahren übernahm Sohn Giovanni mit seiner Frau Giuseppina Bonelli, die ihr Konditorhandwerk in einer traditionsreichen Florentiner Pasticceria vertieft hatte. Aus dem Backhaus wurde „L'Alimentaria", über lange Zeit die einzige Konditorei am Ort. Ihr Sohn Pietro stieg Anfang der Vierzigerjahre ein; sein Vorname steht bis heute im Firmennamen.

Eine Episode sagt viel über dieses Haus: Im Zweiten Weltkrieg, als Rohstoffe knapp waren, holte die Familie aus einem alten Rezeptbuch einen Panforte mit getrockneten Feigen und Walnüssen hervor – ein Arme-Leute-Gebäck, das so gut ankam, dass es bis heute zum Sortiment gehört. Seit 1990 führen Giovanna Masoni und ihre Söhne Massimiliano und Gianluca das Unternehmen, das 2008 eine neue Produktion bezog. Handwerk und moderne Lebensmittelsicherheit schließen sich hier nicht aus.

Drei geschützte Spezialitäten aus einem Haus

Masoni ist für alle drei großen Süßwaren-Herkunftsbezeichnungen der Toskana zertifiziert: Panforte di Siena IGP, Ricciarelli di Siena IGP und Cantuccini Toscani IGP. Das ist mehr als Dekoration auf der Packung. Jede dieser Zertifizierungen bedeutet dokumentierte Rezepturen, kontrollierte Rohstoffe und eine externe Prüfstelle, die mitliest.

Das zeichnet den Panforte di Siena IGP von Masoni aus

  • Mandel und Frucht vor Mehl: Die Schutzvorschrift garantiert mindestens 18 Prozent ganze, ungeschälte Mandeln und 35 bis 45 Prozent kandierte Früchte – Mehl bleibt mit maximal 18 Prozent die Nebenrolle.
  • Rohstoffe mit klarer Ansage: Masoni nennt ausschließlich italienische kandierte Früchte, reine Mandeln ohne Streckung und ein wenig ausgemahlenes Mehl aus italienischem Weizen.
  • Ohne Palmöl, ohne gehärtete Fette, ohne gentechnisch veränderte Zutaten – eine Selbstverpflichtung, die Masoni für seine gesamte Produktion angibt.
  • Herkunft, die im Siegel steht: Colle di Val d'Elsa liegt in der Provinz Siena und damit im geschützten Erzeugungsgebiet. Teig, Backen und Verpacken finden dort statt, nicht nur die Rezeptidee.

So schneidest, servierst und lagerst du den Panforte

Schneide dünn. Ein bis anderthalb Zentimeter breite Spalten reichen völlig, denn die Dichte macht jeden Bissen zu einer kleinen Portion. Ein scharfes, glattes Messer arbeitet sauberer als ein Wellenschliff; lass den Panforte vorher auf Raumtemperatur kommen, dann gibt er besser nach. Klassisch begleitet ihn ein Glas Vin Santo oder ein anderer Süßwein, ebenso gut funktioniert ein kräftiger Espresso, der gegen die Süße anhält. Wer es herzhafter mag, legt eine Spalte neben gereiften Pecorino – Zitrusnote und Salz ergänzen sich erstaunlich präzise.

Welches Format für dich das richtige ist, hängt weniger vom Appetit ab als vom Anlass. Die 100-Gramm-Scheibe ist die Einstiegsgröße: genug für zwei Personen zum Espresso, und klein genug, um sie einem Geschenkkorb beizulegen, ohne ihn zu dominieren. Das 250-Gramm-Format ist der Klassiker, der Laib, den man in der Toskana auf den Kaffeetisch stellt und über mehrere Tage anschneidet. Mit 500 Gramm planst du für eine größere Runde, für den Weihnachtstisch oder für das Käsebrett, auf dem der Panforte neben Pecorino und Gorgonzola landet. Weil er sich lange hält, ist die größere Variante kein Risiko, sondern schlicht der bessere Kilopreis.

Gelagert wird kühl, trocken und gut verschlossen, aber nicht im Kühlschrank: Dort verliert das Gebäck Feuchtigkeit und wird hart. Angeschnitten wickelst du die Schnittfläche am besten wieder in das Originalpapier oder in Frischhaltefolie. In Siena isst man Panforte längst nicht mehr nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr über zum Kaffee. Als Mitbringsel taugt er ohnehin, weil er Reisen gelassener übersteht als fast jedes andere Gebäck.

Häufige Fragen zum Panforte di Siena IGP

Was ist Panforte eigentlich genau? Ein gebackenes Süßgebäck aus kandierten Früchten, Mandeln, Honig, Zucker, wenig Mehl und Gewürzen, das ohne Triebmittel auskommt. Dadurch ist es dicht, saftig und deutlich haltbarer als ein klassischer Kuchen.

In welchen Größen gibt es den Panforte von Masoni? Bei uns in drei Formaten: 100 Gramm als Probier- und Mitbringgröße, 250 Gramm als klassischer Laib für die Kaffeetafel und 500 Gramm für größere Runden und die Festtage. Die Rezeptur ist bei allen drei identisch, du wählst die Größe direkt über die Auswahl oberhalb des Warenkorb-Buttons.

Wofür steht das IGP-Siegel beim Panforte di Siena? IGP ist die geschützte geografische Angabe der EU. Sie bindet Herstellung und Verpackung an die Provinz Siena und legt die Zutaten samt Mengenanteilen verbindlich fest. Wie sich IGP von DOP und DOC unterscheidet, erklären wir ausführlich in unserem Warenkunde-Beitrag zu Italiens Gütesiegeln.

Was unterscheidet Panforte bianco von Panforte nero? Der weiße Margherita trägt eine Puderzuckerdecke und setzt auf Zitrusfrucht bei zurückhaltender Würze. Der dunkle Panpepato ist mit Gewürzen bestäubt und wird von Zimt und Piment geprägt, arbeitet unter anderem mit kandierter Melone und mildem Pfeffer und schmeckt erheblich intensiver.

Wie lange hält sich Panforte? Kühl, trocken und verschlossen gelagert bleibt er über Wochen genussfähig, auch angeschnitten; das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung gibt den verbindlichen Rahmen vor. Der Kühlschrank ist der falsche Ort, weil er dem Gebäck Feuchtigkeit entzieht.

Wozu passt Panforte am besten? Zu Vin Santo, Passito und anderen Süßweinen, zu Espresso oder starkem Schwarztee. Als Käsebegleiter macht er sich neben gereiftem Pecorino oder einem Blauschimmel überraschend gut.

Enthält Panforte Allergene? Ja. Mandeln und Weizen gehören zur Grundrezeptur, je nach Rezeptur können weitere Schalenfrüchte hinzukommen. Die vollständige Zutatenliste samt Allergenhinweisen findest du auf der Produktverpackung und in den Produktangaben.

Ein Stück Siena, bei dem das Mehl die Nebenrolle spielt

Wenn du wissen willst, wie ein Gebäck schmeckt, das zu über der Hälfte aus Mandeln und kandierten Früchten besteht, ist der Panforte di Siena IGP von Masoni der richtige Einstieg: eine Rezeptur mit Datum, ein Haus mit 140 Jahren Geschichte und ein Siegel, das beides absichert. Wähle oben dein Format – 100, 250 oder 500 Gramm –, leg den Panforte bei OLIPASO in den Warenkorb und schneide dir die erste schmale Spalte zum Espresso ab.

MASONI

Localita Belvedere Ingr. 7

53034 Colle di Val d'Elsa

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Alle Produkte stammen direkt von kleinen, familiengeführten Produzenten aus Italien – handgemacht, unverfälscht und mit Leidenschaft hergestellt.

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