Masoni Cantuccini all'Arancia – Cantuccini mit kandierter Orange

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WEIZENMEHL, Zucker, kandierte Orange (11 %: Frucht, Glukose-Fruktose-Sirup, Zucker, Säuerungsmittel: Citronensäure), EIGELB, BUTTER, gemahlene kandierte Orange (9 %: frische Orange, Glukose-Fruktose-Sirup, Saccharose, Zitronensaft), VOLLEI, Backtriebmittel (Dinatriumdiphosphat, Natriumhydrogencarbonat), MILCHPULVER, Salz, Aromen.

Nährwerte pro 100 g
Energiewert 449 kcal / 1879 kJ
Eiweiß 12,00 g
Kohlenhydrate 53,00 g
davon Zucker 27,00 g
Ballaststoffe 8,70 g
Fett 19,00 g
davon gesättigte Fettsäuren 3,90 g
Salz 1,70 g

Zweimal Orange steckt in diesen Cantuccini: kandierte Würfel, die beim Abbeißen einzelne Fruchtakzente setzen, und eine feine Orangenpaste, die den gesamten Teig durchzieht. Die Mandel, die im klassischen toskanischen Cantuccino die Hauptrolle spielt, weicht hier komplett – ersetzt durch die Frucht, die in der sienesischen Backtradition ohnehin seit Jahrhunderten zu Hause ist. Gebacken werden sie bei Masoni in Colle di Val d'Elsa, Provinz Siena, mit Butter statt mit Pflanzenfett, und sie kommen in der 250-Gramm-Tüte.

Zweimal Orange: Würfel und Paste

Der Unterschied zu einem gewöhnlichen Orangenkeks liegt in der Verarbeitung. Wer nur Aroma einsetzt, bekommt einen Duft, der beim Backen zum Teil verfliegt. Wer nur kandierte Stücke verwendet, bekommt Fruchtinseln in einem neutralen Teig. Masoni arbeitet mit beidem: Die Orangenpaste wird in den Teig eingearbeitet und gibt der ganzen Krume ihren Ton, die kandierten Würfel bleiben als sichtbare und schmeckbare Einschlüsse erhalten. Beim Aufschneiden des gebackenen Teigstrangs werden sie mitdurchtrennt, weshalb du die Fruchtstücke im Querschnitt siehst.

Warum das den Geschmack verändert

Kandierte Orangenschale bringt zwei Dinge mit, die reines Aroma nicht leisten kann: die leichte Bitterkeit der Schale und die konzentrierte Süße aus dem Kandieren. Diese Bitterkeit ist der eigentliche Gewinn, weil sie dem Gebäck Struktur gibt und verhindert, dass es nur süß wirkt. Die Paste verteilt genau diesen Ton gleichmäßig, sodass auch der Bissen ohne Fruchtwürfel nach Orange schmeckt. Das Ergebnis liegt geschmacklich näher an einem englischen Orangenmarmelade-Gebäck als an einem parfümierten Zitruskeks – nur trockener und damit zum Eintauchen gemacht.

Die Mandel geht, die Butter bleibt

Was diese Variante mit dem klassischen Cantuccino teilt, ist die Fettwahl: Masoni gibt für seine Cantuccini ausschließlich Butter an, kein Palmöl und keine gehärteten Fette. Das ist der Grund, warum die Struktur mürbe bleibt und am Gaumen nachgibt, statt splitternd hart zu sein. Praktisch bedeutet das auch: Du kannst diese Cantuccini eintauchen, ohne dass sie im Glas zerfallen – Butter verlangsamt, wie schnell der Keks Flüssigkeit aufnimmt.

Kandierte Orange ist in Siena keine Modezutat

Der Eindruck, hier werde ein Traditionsgebäck mit einer modernen Geschmacksrichtung aufgehübscht, trügt. Kandierte Orangenschale gehört zum Kernbestand der sienesischen Backkunst: Sie steckt im Panforte, sie prägt die mittelalterlichen Cavallucci gemeinsam mit Anissamen, und historische Ricciarelli-Rezepte nennen Orangenschale als Aromageber. Der Grund ist derselbe wie bei den Gewürzen: Siena war Handels- und Bankenstadt an der Via Francigena, und kandierte Zitrusfrüchte gehörten zu den haltbaren Kostbarkeiten, die dort früher ankamen als anderswo. Diese Cantuccini verlegen also keine neue Zutat in die Toskana, sie stellen eine alte in den Mittelpunkt.

Warum diese Cantuccini kein IGP-Siegel tragen

Die Antwort steckt im Lastenheft der Cantuccini Toscani IGP: Vorgeschrieben sind dort mindestens 20 Prozent ganze, ungeschälte süße Mandeln im fertigen Produkt, und weitere Zutaten über die zugelassene Liste hinaus sind nicht erlaubt. Ein Cantuccino, in dem kandierte Orange die Mandel ersetzt, kann diese Vorgabe nicht erfüllen – unabhängig davon, wie gut er ist. Masoni führt diese Variante deshalb bewusst als eigene Hausrezeptur neben den zertifizierten Cantuccini Toscani IGP alle mandorle. Wie IGP, DOP und DOC funktionieren und was sie jeweils garantieren, erklären wir im Warenkunde-Beitrag zu Italiens Gütesiegeln.

Was ohne Siegel für die Qualität spricht

Ein fehlendes Siegel sagt nichts über die Rohstoffe, sondern nur darüber, dass die Rezeptur von einer Norm abweicht. Was Masoni für seine Produktion angibt, gilt auch hier: nur Butter als Fett, Eier von Hennen aus Bodenhaltung, wenig ausgemahlenes Mehl aus italienischem Weizen, kein Palmöl, keine gehärteten Fette, keine gentechnisch veränderten Zutaten. Dazu kommt die Prüfroutine eines Betriebs, der für drei geschützte Bezeichnungen zertifiziert ist – Panforte di Siena IGP, Ricciarelli di Siena IGP und Cantuccini Toscani IGP. Diese Kontrollen betreffen die gesamte Produktion, nicht nur die zertifizierten Artikel.

Das zeichnet die Cantuccini all'Arancia aus

  • Orange in zwei Formen: kandierte Orangenwürfel als Einschlüsse und eine feine Orangenpaste, die den ganzen Teig aromatisiert – nicht nur ein Aroma, das beim Backen verfliegt.
  • Butter als Fett: Masoni backt seine Cantuccini nach eigener Angabe ausschließlich mit Butter, woraus die mürbe Struktur entsteht, die auch beim kurzen Eintauchen hält.
  • Zutaten mit Herkunft: Eier von Hennen aus Bodenhaltung und wenig ausgemahlenes Mehl aus italienischem Weizen, beides Herstellerangaben.
  • Ohne Palmöl, ohne gehärtete Fette, ohne gentechnisch veränderte Zutaten – gebacken in Colle di Val d'Elsa, wo die Familie Masoni seit 1885 Konditorei betreibt.

So genießt du die Cantuccini all'Arancia

Masoni nennt die toskanischen Likörweine als klassische Begleitung, und das gilt hier ebenso wie bei der Mandelvariante: Vin Santo, kurz eingetaucht und nicht eingelegt, ein kleines Glas, zwei bis drei Stück. Die Orange bringt allerdings eine zweite Richtung ins Spiel. Zu Espresso funktioniert sie besonders gut, weil Zitrusbitterkeit und Röstbitterkeit sich verstärken statt sich zu blockieren. Und wer eine Tafel dunkle Schokolade daneben legt, hat die Kombination aus Orange und Kakao, die in Italien ohnehin als gesetzt gilt.

Über den Kaffee hinaus lohnt der Blick auf Desserts: zerbrochen über Ricotta mit Honig, als Beilage zu einem Orangensalat mit Fenchel, oder als knuspriges Element in einem Tiramisù, dem du damit eine Zitrusnote gibst. Wer es einfach mag, nimmt sie zum Frühstück, weil ein Orangencantuccino und ein Cappuccino zusammen erstaunlich gut funktionieren.

Aufbewahrt werden sie trocken, kühl und gut verschlossen. Die 250-Gramm-Tüte ist nach dem Öffnen kein Dauerlager: Cantuccini enthalten sehr wenig Wasser und ziehen Feuchtigkeit aus der Luft, also fülle den Rest in eine luftdichte Dose um, wenn du nicht in wenigen Tagen durch bist. Weich gewordene Cantuccini lassen sich nicht wiederherstellen.

Häufige Fragen zu den Cantuccini all'Arancia

Sind das Cantuccini Toscani IGP? Nein. Die geschützte Bezeichnung verlangt mindestens 20 Prozent ganze Mandeln und lässt keine weiteren Zutaten zu. Diese Variante ersetzt die Mandeln durch kandierte Orange und ist deshalb eine eigenständige Hausrezeptur von Masoni. Das zertifizierte Pendant führt das Haus separat als Cantuccini Toscani IGP alle mandorle.

Enthalten sie Mandeln oder Nüsse? Mandeln gehören nicht zu dieser Rezeptur, sie wurden bewusst durch Orange ersetzt. Masoni stellt im selben Betrieb allerdings Mandelgebäck her, sodass Spuren nicht ausgeschlossen sind.

Wie schmecken sie im Vergleich zu den klassischen Mandel-Cantuccini? Fruchtiger und frischer, mit einer leichten Bitterkeit aus der kandierten Schale. Die Mandelvariante wirkt nussig und runder, die Orangenvariante klarer und lebendiger. Beide haben durch die Butter dieselbe mürbe Struktur.

Kann man sie in Vin Santo tauchen? Ja, das ist die traditionelle Art. Nur kurz eintauchen, nicht einlegen, damit der Keks seinen Biss behält.

Was passt außer Vin Santo? Espresso und Cappuccino, Moscato oder Passito, dazu dunkle Schokolade. In Desserts machen sie sich über Ricotta, in einem Tiramisù oder neben einem Orangensalat gut.

Wie lagere ich sie? Trocken, kühl und luftdicht verschlossen. Luftfeuchtigkeit kostet sie ihren Biss, deshalb die geöffnete Tüte gut verschließen oder den Inhalt in eine Dose umfüllen.

Enthalten sie Allergene? Ja. Weizen, Hühnerei und Milch beziehungsweise Butter gehören zur Rezeptur. Spuren von Schalenfrüchten und weiteren Allergenen sind je nach Herstellung möglich.

Für Vin Santo, Espresso und alle, die Orange mögen

Wenn du Cantuccini kennst und etwas anderes als Mandel probieren willst, ist das die interessantere Abzweigung: eine Frucht, die in Siena seit Jahrhunderten zum Backen gehört, hier gleich in zwei Formen im Teig, und dieselbe Butterstruktur wie beim Klassiker. Leg die 250-Gramm-Tüte bei OLIPASO in den Warenkorb – und wenn du unentschlossen bist, nimm die Mandelvariante dazu und probier gleich beide.

MASONI

Localita Belvedere Ingr. 7

53034 Colle di Val d'Elsa

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Alle Produkte stammen direkt von kleinen, familiengeführten Produzenten aus Italien – handgemacht, unverfälscht und mit Leidenschaft hergestellt.

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