Masoni Cantuccini al Limoncello – Cantuccini mit Zitronenlikör

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WEIZENMEHL, Zucker, VOLLEI, kandierte Zitrone (11 %: Frucht, Glukose-Fruktose-Sirup, Zucker, Säuerungsmittel: Citronensäure), Limoncello-Likör (7,5 %), BUTTER, Zitronenaufguss, Honig, Backtriebmittel (Dinatriumdiphosphat, Natriumhydrogencarbonat), Salz.

Nährwerte pro 100 g
Energiewert 363 kcal / 1530 kJ
Eiweiß 7,14 g
Kohlenhydrate 68,10 g
davon Zucker 27,00 g
Ballaststoffe 1,85 g
Fett 6,46 g
davon gesättigte Fettsäuren 3,81g
Salz 0,66 g

Limoncello steht hier in der Zutatenliste, nicht nur auf der Tüte. Masoni arbeitet den bekanntesten Zitronenlikör Italiens in den Teig ein und legt kandierte Zitronenschale in Streifen dazu – zwei Wege zur Zitrone, von denen der erste etwas kann, was Schale allein nicht leistet. Gebacken werden die Cantuccini in Colle di Val d'Elsa in der Provinz Siena, mit Butter statt mit Pflanzenfett, und es gibt sie bei Olipaso in der 250-Gramm-Tüte. Masoni empfiehlt übrigens ausdrücklich, sie in Limoncello selbst zu tunken. Dazu später mehr.

Ein Likör im Teig, nicht nur ein Aroma

Limoncello entsteht, indem man Zitronenschalen in Alkohol einlegt. Dabei löst der Alkohol genau die ätherischen Öle aus der Schale heraus, die den Zitrusduft ausmachen – Öle, die sich in Wasser kaum und in Fett nur begrenzt lösen. Wer also Limoncello in einen Teig gibt, gibt ein fertiges Aromakonzentrat hinein, das bereits in flüssiger, verteilbarer Form vorliegt. Beim Backen verflüchtigt sich der Alkohol zum größten Teil, die Zitrusöle bleiben in der Krume zurück. Das ist der Grund, warum diese Cantuccini schon beim Öffnen der Tüte deutlich nach Zitrone duften und nicht erst beim Kauen.

Warum Alkohol Zitrusaromen besser trägt als Schale allein

Reibt man Zitronenschale in einen Teig, sitzt das Aroma in den Schalenstücken und bleibt dort. Es schmeckt punktuell, dort wo ein Stück liegt. Ein Likör verteilt das Aroma gleichmäßig durch den gesamten Teig, weil er flüssig ist. Beide Wege haben ihren Reiz, und Masoni nutzt deshalb beide: den Likör für die Grundierung, die kandierte Schale für die Akzente. Wenn du einen Bissen ohne sichtbares Fruchtstück erwischst, schmeckt er trotzdem nach Zitrone – das ist der Unterschied zu einem Keks, der nur mit Schale arbeitet.

Kandierte Zitronenschale für den Biss

Die zweite Zitronenkomponente sind kandierte Schalenstreifen. Kandieren heißt: Die Schale wird über Tage in zunehmend konzentrierter Zuckerlösung gezogen, bis der Zucker das Wasser in der Frucht ersetzt hat. Was bleibt, ist ein festes, halbtransparentes Stück mit konzentriertem Aroma – und mit der leichten Bitterkeit, die zur Zitrusschale gehört. Genau diese Bitterkeit ist das, was das Gebäck davor bewahrt, nur süß zu sein. Beim diagonalen Aufschneiden des gebackenen Teigstrangs werden die Streifen mit durchtrennt, weshalb du sie im Querschnitt als hellgelbe Einschlüsse siehst.

Toskanisches Handwerk, süditalienischer Likör

Eine Einordnung, die wir ehrlich halten wollen: Diese Rezeptur ist keine Jahrhunderte alte Sieneser Tradition. Limoncello stammt aus dem Golf von Neapel, von der Amalfiküste, der Sorrentiner Halbinsel und Capri, wo die Zitronen wachsen, die ihn ausmachen – gut 500 Kilometer südlich von Siena. Cantuccini dagegen sind durch und durch toskanisch. Masoni führt diese Variante als eine der aromatischen Abwandlungen seiner zertifizierten Cantuccini Toscani IGP, also als bewusste Hauskreation und nicht als überliefertes Rezept. Was die beiden Seiten verbindet, ist der Anlass: Ein trockenes Mandelgebäck neben einem Glas Süßwein ist toskanischer Standard, und ein kleines Glas Limoncello nach dem Essen ist der süditalienische Gegenpart. Hier treffen sie sich in einem Keks.

Und der Alkohol? Was beim Backen davon übrig bleibt

Eine berechtigte Frage, gerade wenn Kinder mitessen. Alkohol siedet deutlich unter Wasser und verflüchtigt sich beim Backen zum überwiegenden Teil, besonders bei einem flachen, gut durchgebackenen Gebäck mit sehr geringem Wasseranteil, wie Cantuccini es sind. Ein rechnerischer Restwert lässt sich daraus aber nicht ableiten, und Limoncello kann in der Zutatenliste weiterhin aufgeführt sein, weil er als Zutat eingesetzt wurde. Wer Alkohol vollständig vermeiden will oder muss, sollte sich deshalb im Zweifel zu einer der anderen Cantuccini-Varianten greifen. Für alle anderen gilt: Geschmacklich trägt der Likör hier Zitrone bei, keine Schärfe und keine Alkoholnote.

Warum diese Cantuccini kein IGP-Siegel tragen

Das Lastenheft der Cantuccini Toscani IGP ist eng gefasst: Es verlangt mindestens 20 Prozent ganze, ungeschälte süße Mandeln im fertigen Produkt und lässt über eine kurze Liste optionaler Zutaten hinaus nichts zu. Ein Likör gehört nicht dazu. Diese Variante kann die Norm also nicht erfüllen, egal wie sorgfältig sie gemacht ist – sie ist eine eigenständige Rezeptur des Hauses, die neben den zertifizierten Cantuccini Toscani IGP alle mandorle steht. Wie IGP, DOP und DOC funktionieren und was jedes Siegel garantiert, erklären wir im Warenkunde-Beitrag zu Italiens Gütesiegeln.

Was Masoni für die eigene Produktion zusichert

Die Angaben, die Masoni für seine Backwaren macht, gelten auch für diese Variante: ausschließlich Butter als Fett, Eier von Hennen aus Bodenhaltung, wenig ausgemahlenes Mehl aus italienischem Weizen, kein Palmöl, keine gehärteten Fette, keine gentechnisch veränderten Zutaten. Die Butter ist dabei mehr als eine Qualitätsfrage: Sie sorgt für die mürbe Struktur, die ein Cantuccino braucht, um beim Eintauchen nicht sofort zu zerfallen. Dass das Haus für drei geschützte Bezeichnungen zertifiziert ist – Panforte di Siena IGP, Ricciarelli di Siena IGP und Cantuccini Toscani IGP –, bedeutet außerdem, dass die Kontrollroutine über den gesamten Betrieb läuft und nicht nur über die zertifizierten Artikel.

Das zeichnet die Cantuccini al Limoncello aus

  • Limoncello als Zutat, nicht als Aromazusatz: Der Likör bringt die in Alkohol gelösten Schalenöle mit und verteilt das Zitrusaroma durch den gesamten Teig.
  • Dazu kandierte Zitronenschale in Streifen – sichtbare Fruchtstücke mit der leichten Bitterkeit, die die Süße auffängt.
  • Butter als Fett: Masoni gibt für seine Cantuccini ausschließlich Butter an, woraus die mürbe Struktur entsteht, die auch kurzes Eintauchen übersteht.
  • Ohne Palmöl, ohne gehärtete Fette, ohne gentechnisch veränderte Zutaten, mit Eiern aus Bodenhaltung und italienischem Weizenmehl – gebacken in Colle di Val d'Elsa, Provinz Siena, wo die Familie Masoni seit 1885 arbeitet.

So genießt du die Cantuccini al Limoncello

Masoni nennt drei Wege, und der dritte ist der interessanteste: pur, zu den klassischen toskanischen Likörweinen, oder getunkt in Limoncello selbst. Letzteres lohnt den Versuch, weil es einen Temperaturkontrast erzeugt, den kaum ein anderes Dessert hinbekommt. Limoncello wird eiskalt aus dem Gefrierfach serviert, der Cantuccino hat Raumtemperatur – kurz eintauchen, und du hast kalt und warm, flüssig und mürbe, Zitrone und Zitrone in einem Bissen. Wichtig bleibt auch hier: eintauchen, nicht einlegen. Ein Moment im Glas genügt.

Wer es klassischer mag, bleibt beim Vin Santo, dessen Süße die Zitrusbitterkeit gut aufnimmt, oder greift zu Moscato oder Passito. Zum Espresso funktionieren sie ebenfalls, und zum Cappuccino am Morgen sind sie die frischeste der Masoni-Cantuccini. Über Desserts hinaus: zerbrochen über Zitronensorbet, neben einer Panna cotta, oder als Löffelbegleiter zu Ricotta mit Honig.

Gelagert wird trocken, kühl und luftdicht verschlossen. Cantuccini enthalten sehr wenig Wasser, deshalb sind sie lange haltbar – ziehen aber Feuchtigkeit aus der Raumluft und verlieren dann ihren Biss. Verschließe die geöffnete Tüte gut oder fülle den Inhalt in eine Dose um. Weich gewordene Cantuccini bekommt man nicht zurück. Verbindlich ist das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung.

Häufige Fragen zu den Cantuccini al Limoncello

Sind das Cantuccini Toscani IGP? Nein. Die geschützte Bezeichnung verlangt mindestens 20 Prozent ganze Mandeln und lässt einen Likör als Zutat nicht zu. Diese Variante ist eine eigene Rezeptur von Masoni; das zertifizierte Pendant führt das Haus separat als Cantuccini Toscani IGP alle mandorle.

Enthalten sie Alkohol? Limoncello wird als Zutat verwendet, und der Alkohol verflüchtigt sich beim Backen zum überwiegenden Teil. Eine belastbare Restmenge lässt sich daraus nicht ableiten.

Schmecken sie nach Alkohol? Nein. Was der Likör beiträgt, ist Zitrusaroma. Eine Alkoholnote im Sinne von Schärfe oder Brennen ist nach dem Backen nicht mehr vorhanden.

Enthalten sie Mandeln? Masoni nennt für diese Variante Limoncello und kandierte Zitronenschale als charakteristische Zutaten. Ob Mandeln Teil der Rezeptur sind, entnimm bitte der Zutatenliste. Da im selben Betrieb Mandelgebäck hergestellt wird, sind Spuren ohnehin nicht auszuschließen.

Wie schmecken sie im Vergleich zu den anderen Cantuccini von Masoni? Frischer und spitzer als alle anderen Varianten. Die Mandelvariante ist nussig und rund, die Orangenvariante fruchtig-warm, die Limoncello-Version klar und zitrisch mit einer leichten Schalenbitterkeit.

Kann man sie wirklich in Limoncello tunken? Ja, Masoni empfiehlt es ausdrücklich. Serviere den Likör eiskalt und tauche den Cantuccino nur kurz ein, damit er seinen Biss behält.

Enthalten sie Allergene? Weizen, Hühnerei und Milch beziehungsweise Butter gehören zur Rezeptur. Spuren von Schalenfrüchten und weiteren Allergenen sind je nach Herstellung möglich. Verbindlich sind die Angaben auf der Verpackung.

Das Gebäck, das sein eigenes Getränk mitbringt

Wenn du Cantuccini bisher nur mit Mandel und Vin Santo verbunden hast, ist das die erfrischendste Abzweigung im Sortiment: ein Likör im Teig, kandierte Zitronenschale für den Biss, und ein Serviervorschlag, der Keks und Glas aus derselben Frucht zusammenbringt. Leg die 250-Gramm-Tüte bei OLIPASO in den Warenkorb, stell den Limoncello ins Gefrierfach und probier die Kombination noch am selben Abend.

MASONI

Localita Belvedere Ingr. 7

53034 Colle di Val d'Elsa

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Alle Produkte stammen direkt von kleinen, familiengeführten Produzenten aus Italien – handgemacht, unverfälscht und mit Leidenschaft hergestellt.

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