Es gibt Pesto – und es gibt das Pesto, bei dem man innehält und sich fragt, warum es zu Hause nie so schmeckt. Genau dieses haben wir auf der Tuttofood 2026 entdeckt: das Pesto alla Genovese der Azienda Agricola Ramella aus Diano Marina in Ligurien. Ein paar Löffel genügten, und es war klar – hier wächst und arbeitet jemand, der sein Handwerk und vor allem seinen Basilikum in- und auswendig kennt.
Das Geheimnis ist so einfach wie kompromisslos: Wer das beste Pesto will, fängt nicht beim Rezept an, sondern beim Kraut. Und beim Kraut fängt Ivano Ramella schon seit einem halben Jahrhundert an.
Diano Marina – wo das Basilikum den Meerwind schmeckt
Ramellas Heimat liegt an der Riviera di Ponente, dem westlichen Küstenstreifen Liguriens, im Städtchen Diano Marina in der Provinz Imperia. Es ist eine der ganz wenigen Regionen der Welt, in denen Basilikum zu jener aromatischen Vollendung heranreift, die echtes Pesto überhaupt erst möglich macht.
Der Grund ist das Mikroklima: die salzige Meeresbrise, die milden Temperaturen und das intensive Licht der ligurischen Küste. Genau diese Kombination verleiht dem Basilico Genovese DOP seine unverwechselbaren, kleinen und zartgrünen Blätter mit ihrem süßen, harmonischen Duft – ganz ohne die minzigen Noten, die man bei nördlicherem Basilikum kennt. Das ligurische Basilikum überdeckt nicht, es unterstreicht. Kein Wunder, dass das Pesto ausgerechnet hier erfunden wurde.
Eine Familie, ein Kraut, fünfzig Jahre
Die Familie Ramella baut ihren berühmten Basilikum seit rund 50 Jahren an – im Gewächshaus wie auf dem freien Feld, geführt von Ivano Ramella. Das ist der entscheidende Unterschied zu vielen anderen: Ramella kauft seinen Basilikum nicht zu, sondern zieht ihn selbst. Vom Samen bis zum fertigen Glas bleibt alles in einer Hand.
Wer sein Kraut selbst anbaut, erntet es im perfekten Moment – jung, zart, hocharomatisch – und verarbeitet es frisch nach dem traditionellen Rezept. Diese Nähe zum Rohstoff schmeckt man in jedem Löffel. Es ist der Unterschied zwischen einem industriellen Pesto und einem, das noch nach Garten, Sonne und Meer duftet.
Pesto alla Genovese – das Original
Echtes Pesto alla Genovese ist eine rohe Sauce aus wenigen, aber kompromisslosen Zutaten: frischer Basilikum, kaltgepresstes Olivenöl extra (idealerweise aus ligurischen Taggiasca-Oliven), Knoblauch, Pinienkerne, Cashews und Parmigiano. Keine Abkürzungen, kein Kochen – die Frische ist alles.
Genau so entsteht das Pesto alla Genovese von Ramella: grün, cremig, intensiv nach Basilikum, mit der feinen Nussigkeit der Pinienkerne, dem schmelz der Cashews und der Tiefe des Parmigiano. Der klassische Partner sind die ligurischen Pastaformen Trofie und Trenette – welche Form zu welcher Sauce passt, zeigt unser Pasta-Guide. Übrigens: Das passende ligurische Öl aus Taggiasca-Oliven stammt bei uns von Olio Roi – zwei Nachbarn aus derselben Region, die perfekt zusammenspielen.
Mehr als Grün: Pesto Rosso & die vegane Salsa di Noce
So sehr das grüne Original im Mittelpunkt steht – Ramellas Sortiment hält zwei weitere Schätze bereit:
Das Pesto Rosso setzt auf sonnengereifte Tomaten und bringt eine fruchtig-kräftige, mediterrane Note aufs Brot und an die Pasta.
Die eigentliche Entdeckung aber ist die Salsa di Noce, die ligurische Walnusssauce. Sie ist der weniger bekannte, aber ebenso traditionsreiche Cousin des Pesto – in Ligurien serviert man sie klassisch zu gefüllter Pasta wie Pansoti. Ramellas Version ist dabei rein pflanzlich (vegan): cremig, mild und voller Nussaroma, ganz ohne tierische Zutaten. Ein wunderbarer Beweis, dass ligurische Tradition und moderne, pflanzliche Küche kein Widerspruch sind – und ein Geheimtipp für alle, die abseits des grünen Klassikers etwas Neues suchen.
Unser Fund von der Tuttofood
Auf einer Messe wie der Tuttofood in Mailand probiert man sich durch unzählige Stände – und nur wenige bleiben wirklich hängen. Ramella gehörte 2026 zu den Herstellern, bei denen wir sofort wussten: Das muss zu uns ins Sortiment. Für uns zählt das Pesto von Ivano Ramella zum Besten, was Ligurien in dieser Kategorie zu bieten hat – handwerklich, ehrlich und mit einem Basilikum, der seinesgleichen sucht.
So genießt du Ramella
Ein paar Empfehlungen für den Einstieg:
- Pesto alla Genovese: klassisch zu Trofie oder Trenette, aber auch köstlich auf geröstetem Brot – etwa als Teil eines Antipasti-Bretts.
- Pesto Rosso: für Pasta mit mediterranem Charakter oder als fruchtiger Bruschetta-Aufstrich.
- Salsa di Noce: die vegane Walnusssauce zu gefüllter Pasta, Gnocchi oder Ravioli.
Ein Tipp: Frisches Pesto lebt von seiner Frische. Bewahre angebrochene Gläser kühl auf und bedecke den Rest mit einem dünnen Ölfilm – so bleibt die Farbe grün und das Aroma erhalten.
Die ganze Auswahl von Ramella findest du in unserer Ramella-Markenwelt.
Ein Löffel Ligurien
Ramella zeigt, dass großes Pesto keine große Zauberei ist – sondern das Ergebnis von einem halben Jahrhundert Hingabe an ein einziges Kraut. Wer einmal das Original aus Diano Marina probiert hat, versteht, warum die Ligurer ihr Basilikum so lieben. Probier es aus – und hol dir mit einem Löffel ein Stück ligurischen Sommer auf den Teller.
Wie genießt du dein Pesto am liebsten – klassisch zu Trofie oder ganz anders? Verrate es uns in den Kommentaren.
