Rustichella d'Abruzzo: 100 Jahre Pasta-Handwerk aus den Abruzzen - OLIPASO

Rustichella d'Abruzzo: 100 Jahre Pasta-Handwerk aus den Abruzzen

Inhaltsverzeichnis

    Feines Pasta-Handwerk aus dem Herzen der Abruzzen

    Bei Rustichella d'Abruzzo beginnt alles mit einer alten Steinmühle in einem Bergstädtchen der Abruzzen. Dort, im Ort Penne, mahlte die Familie Sergiacomo all die Jahre ihren eigenen Weizen und machte daraus rustikale Pasta – zunächst nur für die große Sonntagstafel, an der sich alle versammelten. Ein knappes Jahrhundert später steht dieselbe Pasta auf den Tischen von Spitzenköchen weltweit, und im Firmenarchiv liegt sogar ein handgeschriebener Bewunderungsbrief von Luciano Pavarotti.

    Die Geschichte von Rustichella d'Abruzzo ist eine der schönsten Beweise dafür, dass echtes Handwerk Geduld braucht – und dass sich diese Geduld schmecken lässt. 2024 feierte der Familienbetrieb sein 100-jähriges Bestehen.

    Penne, Pianella und die Apenninen – die Heimat

    Die Abruzzen östlich von Rom gelten unter Feinschmeckern als eine der bedeutendsten Pasta-Regionen Italiens – und das nicht ohne Grund. Das raue Bergklima, die trockene, klare Luft und vor allem das reine Quellwasser der Apenninen schaffen ideale Bedingungen für die Pastaherstellung. Hier, im Herzen der Region rund um Pianella in der Provinz Pescara, hat Rustichella d'Abruzzo seine Wurzeln.

    Genau diese natürlichen Zutaten – Bergwasser, reine Luft und charaktervoller Hartweizen – sind es, die aus einfachem Grieß eine Pasta mit Seele machen.

    Vom Großvater zum Weltruf: die Familie Peduzzi

    Die Ursprünge reichen bis ins Jahr 1924 zurück, als Gaetano Sergiacomo – von allen „Tanuccio" genannt – im Bergort Penne begann, aus dem Mehl der familieneigenen Steinmühle rustikale Pasta herzustellen. Seine Pasta überzeugte weit über die Abruzzen hinaus.

    1981 hauchte seine Tochter Nicolina dem Pastificio neues Leben ein und gab der Produktlinie ihren heutigen Namen: Rustichella d'Abruzzo. Wenig später stiegen ihre Kinder Gianluigi und Maria Stefania Peduzzi ein, die den Betrieb bis heute als Geschwister-Team führen; inzwischen bringt sich mit Piero bereits die vierte Generation ein.

    Den Sprung in die Welt schaffte Rustichella über New York: Die Gründer von Dean & DeLuca gehörten zu den ersten, die die Pasta entdeckten – und reisten sogar eigens nach Pianella. Von dort nahm der internationale Erfolg seinen Lauf. Und doch werden bis heute die wichtigsten Entscheidungen dort getroffen, wo die Familie zusammenkommt: am Esstisch, über einem dampfenden Teller Pasta.

    Das Handwerk: Bronze, Bergwasser und Geduld

    Was Rustichella auszeichnet, sind drei kompromisslos gepflegte Grundpfeiler:

    Hochwertiger Hartweizen, gemischt mit reinem Quellwasser der Apenninen, bildet die Basis. Bronzeformen (trafilatura al bronzo) geben der Pasta ihre typisch raue, poröse Oberfläche – an ihr haftet die Sauce, statt abzurutschen. Und schließlich die langsame Trocknung bei niedrigen Temperaturen über viele Stunden: Sie ist das eigentliche Geheimnis hinter dem vollen, leicht „toastig"-nussigen Geschmack, der handwerkliche Pasta von Industrieware unterscheidet.

    Kleine Chargen, strenge Kontrollen von der Weizenauswahl bis zum Kochtest – so entsteht eine Pasta, die zuverlässig al dente gelingt und einen echten Eigengeschmack mitbringt.

    Alte Getreidesorten: PrimoGrano, Triticum & Senatore Cappelli

    So sehr Rustichella die Tradition ehrt, so neugierig blickt die Familie nach vorn. 2004, zum 80-jährigen Jubiläum, entstand gemeinsam mit der Universität Foggia die Linie PrimoGrano – die erste Pasta Italiens aus 100 % abruzzesischem Weizen. 2016 folgte Triticum, eine Linie aus alten, biologisch angebauten Getreidesorten.

    Ein Star darunter ist der Senatore Cappelli – eine alte Hartweizensorte, benannt nach dem abruzzesischen Marchese und Senator Raffaele Cappelli. Sie liefert weniger Ertrag, dafür mehr Aroma und ist besonders bekömmlich. Bei uns findest du sie als sortenreine Senatore Cappelli Bio-Spaghetti – ideal für puristische Saucen, bei denen das Getreide selbst glänzen darf.

    Die ganze Vielfalt: von Klassikern bis zu Regionalformen

    Rustichella pflegt eine der umfangreichsten handwerklichen Pasta-Linien Italiens – von den großen Klassikern bis zu regionalen Spezialitäten aus ganz Italien. Bei Olipaso findest du eine feine Auswahl:

    • Tonnarelli al Peperoncino: die kantigen „Gitarrennudeln" mit eingearbeitetem Chili – perfekt für Cacio e Pepe oder Aglio e Olio e Peperoncino.
    • Stuzzicarelli al Peperoncino: Eiernudeln mit der feinen Schärfe des Peperoncino d'Abruzzo – eine Pasta mit Haltung.
    • Conchiglie: die Muschelform, die cremige Saucen und Ragout in ihrer Wölbung einfängt.
    • Orecchiette del Prete: die „Öhrchen", klassisch zu Gemüse und Stängelkohl.
    • Fregola Sarda Tostata: die gerösteten sardischen Kügelchen – bei uns ein absoluter Topseller.

    Welche Form zu welcher Sauce passt, erklären wir ausführlich in unserem Pasta-Guide.

    Welche Rustichella für den Einstieg?

    Ein paar Empfehlungen, je nach Vorliebe:

    Die ganze Auswahl von Rustichella d'Abruzzo findest du in unserer Rustichella-Markenwelt. Wer tiefer in das Pasta-Handwerk der Abruzzen eintauchen will, findet im Porträt der Manufaktur Giuseppe Cocco eine verwandte Geschichte aus derselben Region.

    Ein Teller Abruzzen

    Rustichella d'Abruzzo zeigt, was ein Jahrhundert Beständigkeit bedeutet: dieselben Grundwerte, dieselbe Liebe zum Handwerk – und trotzdem der Mut, mit alten Getreidesorten und neuen Ideen weiterzugehen. Am Ende steht eine Pasta, die man nicht nur isst, sondern die eine Geschichte erzählt. Probier sie aus – am besten sonntags, wenn Zeit für einen guten Teller ist.


    Welche Rustichella-Form ist deine liebste – und zu welcher Sauce? Verrate es uns in den Kommentaren.

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