Trofie Rustichella 250g

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Hartweizengrieß, Wasser

Nährwerte pro 100 g
Energiewert 352 kcal / 1493 kJ
Eiweiß 13,5 g
Kohlenhydrate 71 g
Davon Zucker 4 g
Ballaststoffe 3 g
Fett 1,5 g
Davon gesättigte Fettsäuren 0,3 g
Salz 0,01 g
Kochzeit 12-16 Minuten

Trofie von Rustichella d’Abruzzo 

Pesto ist keine Sauce, die klebt. Es ist eine Emulsion aus Olivenöl, Basilikum, Käse und Pinienkernen – und Öl hat die unangenehme Eigenschaft, an glatter Pasta einfach abzugleiten und sich am Tellerboden zu sammeln. Die Ligurer haben dieses Problem vor langer Zeit gelöst, und zwar nicht mit der Sauce, sondern mit der Nudel: Sie haben ihr eine Drehung gegeben.

Trofie von Rustichella d'Abruzzo – die gedrehte Spindel aus Ligurien

Trofie stammen von der ligurischen Küste rund um Genua, wo sie traditionell von Hand aus kleinen Teigstücken gerollt werden: in der Mitte kräftig, an beiden Enden spitz zulaufend, mit einer feinen Windung über die gesamte Länge. Rustichella d'Abruzzo fertigt sie im pescaresischen Pianella nach den Regeln, die die Familie Peduzzi seit 1924 pflegt – aus Hartweizengrieß und Bergquellwasser, durch Bronzeformen gezogen und schonend über viele Stunden getrocknet. Ein ligurisches Format, gefertigt mit abruzzesischem Handwerk.

Was genau diese Trofie ausmacht

  • Die Windung als Halt für Öl-Saucen: Die Spirale bildet eine durchgehende Rille, in der sich Pesto festsetzt, statt abzurutschen. Genau deshalb ist dieses Format in Ligurien gesetzt und nicht austauschbar.
  • Spitze Enden, kräftige Mitte: Die ungleiche Stärke sorgt für zwei Texturen in einem Bissen – die feinen Spitzen geben schnell nach, der dichte Kern hält den Biss. Ein Detail, das industriell geformte Kurzware so nicht bietet.
  • Trafilatura al bronzo: Die handgefertigten Bronzeformen hinterlassen eine mikroraue, poröse Oberfläche. Zusammen mit der Drehung ergibt das zwei voneinander unabhängige Arten von Griffigkeit.
  • Zwei Zutaten, viel Zeit: ausgewählter Hartweizengrieß und reines Wasser aus den Bergen, langzeitgetrocknet bei rund 40 bis 45 Grad. Ohne Ei, 250 g, hergestellt in Italien.

Warum ausgerechnet Pesto diese Form braucht

Bronzezug und Spirale – zwei Arten von Griff

Eine Tomatensauce ist wasserbasiert und legt sich als Film um jede Nudel, fast unabhängig von deren Oberfläche. Pesto verhält sich anders: Der Ölanteil sucht den kürzesten Weg nach unten. Auf glatter, teflongezogener Pasta bleibt kaum etwas zurück – am Ende steht ein Teller mit grünem Rand und blasser Nudel. Die raue Bronzeoberfläche gibt der Emulsion eine Fläche zum Andocken, die Windung gibt ihr einen Kanal, in dem sie liegen bleibt. Erst beides zusammen macht aus Trofie al pesto das Gericht, als das es in Ligurien serviert wird.

Spitze Enden, kräftige Mitte

Die zulaufenden Enden sind dünner und damit früher gar als der gedrehte Kern. Was auf dem Papier nach einem Fehler klingt, ist der eigentliche Reiz dieser Form: Du hast in einem einzigen Bissen ein weiches Anfangsgefühl und einen festen Kern dahinter. Damit das funktioniert, sollten die Trofie wirklich al dente aus dem Wasser kommen – zerkocht verlieren sie genau diesen Kontrast.

Trofie al pesto richtig zubereiten

Der ligurische Klassiker heißt trofie al pesto con patate e fagiolini: Kartoffelwürfel und grüne Bohnen wandern mit in dasselbe Kochwasser, die Bohnen etwa in Nudellänge geschnitten. Die Kartoffelstärke macht das Gericht sämig und cremig, ohne dass ein Tropfen Sahne nötig wäre. Rechne für die Trofie mit etwa 10 bis 12 Minuten und gib die Kartoffeln entsprechend früher hinein.

Pesto niemals erhitzen – der Trick mit dem Nudelwasser

Pesto gehört nicht in die Pfanne. Hitze lässt das Basilikum bräunlich werden und den Käse ausflocken. Rühr es stattdessen in einer vorgewärmten Schüssel mit zwei, drei Löffeln stärkehaltigem Nudelwasser glatt, gib die abgetropften Trofie dazu und zieh alles außerhalb der Hitze durch. Das Nudelwasser verdünnt nicht, sondern bindet – die Sauce wird cremig und legt sich in jede Windung.

Jenseits des Klassikers

Trofie können mehr als Pesto alla Genovese. Sehr gut funktionieren sie mit Kirschtomaten, Zucchini und Parmigiano Reggiano, mit Spargel und Schinken oder mit einem Pesto Rosso auf Basis getrockneter Tomaten. Weil sie kompakt sind und ihre Form behalten, eignen sie sich außerdem für kalte Pastagerichte und für Suppen – ein Format, das über den einen ligurischen Klassiker deutlich hinausträgt.

Häufige Fragen zu Trofie

Was sind Trofie?
Kurze, spiralig gedrehte Nudeln mit spitz zulaufenden Enden, ursprünglich aus Ligurien. Der Name wird auf ein griechisches Wort für Nahrung zurückgeführt. Traditionell werden sie von Hand gerollt; die Windung sorgt dafür, dass ölbasierte Saucen wie Pesto haften bleiben.

Wie lange müssen Trofie kochen?
Etwa 10 bis 12 Minuten. Weil die Enden dünner sind als der Kern, lohnt sich das Probieren ab Minute 9. Die verbindliche Angabe steht auf der Packung.

Welche Sauce passt zu Trofie?
Allen voran Pesto alla Genovese, klassisch ergänzt um Kartoffeln und grüne Bohnen. Ebenso gut: Pesto Rosso, leichte Gemüsesaucen mit Zucchini und Kirschtomaten oder Spargel mit Schinken. Sehr grobe Fleischragùs sind weniger geeignet, weil die Einlage an der schmalen Form keinen Halt findet.

Was ist der Unterschied zwischen Trofie und Fusilli?
Fusilli sind gleichmäßig gewendelt und hohl gedreht, Trofie massiv, unregelmäßig und an den Enden spitz. Trofie sind dadurch kompakter im Biss und stammen aus der ligurischen Handarbeit, während Fusilli ein süditalienisches Format sind.

Sind diese Trofie vegan?
Ja. Sie bestehen ausschließlich aus Hartweizengrieß und Wasser, ohne Ei. Verbindlich sind die Angaben in der Produktkennzeichnung auf dieser Seite.

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RUSTICHELLA D'ABRUZZO

Piazza dei Vestini, 20
65019 Pianella

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