Cavatelli Rustichella 250g
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| Nährwerte pro 100 g | |
|---|---|
| Energiewert | 352 kcal / 1493 kJ |
| Eiweiß | 13,5 g |
| Kohlenhydrate | 71 g |
| Davon Zucker | 4 g |
| Ballaststoffe | 3 g |
| Fett | 1,5 g |
| Davon gesättigte Fettsäuren | 0,3 g |
| Salz | 0,01 g |
| Kochzeit | 15-18 Minuten |
Cavatelli von Rustichella d'Abruzzo
Bevor es Maschinen gab, entstanden Cavatelli auf einem Holzbrett: ein Streifen Teig, der Daumen darüber, eine kurze ziehende Bewegung – fertig war die kleine Kuhle. Cavare heißt aushöhlen, herausholen. Die Form hat diese Geste konserviert, und bei Rustichella d'Abruzzo erkennst du sie bis heute an den feinen Rillen, die sich auf jeder einzelnen Nudel abzeichnen.
Cavatelli von Rustichella d'Abruzzo – süditalienische Form, abruzzesisches Handwerk
Ursprünglich stammen Cavatelli aus dem Molise und sind von dort in ganz Süditalien heimisch geworden – in Apulien, in der Basilikata, in Kampanien. Gefertigt werden diese hier im pescaresischen Pianella, wo die Familie Peduzzi seit 1924 dieselben zwei Zutaten und dieselben zwei Handwerksschritte verwendet: Hartweizengrieß und Bergquellwasser, Bronzeform und lange Trocknung. Herausgekommen ist ein kurzes Format mit einem eigenwilligen, fast schon störrischen Charakter – und genau darin liegt sein Reiz.
Was genau diese Cavatelli ausmacht
- Die Kuhle als Löffel: Die nach innen gewölbte Form fängt auf, was andere kurze Nudeln abrutschen lassen – Bohnen, Wurstbrösel, Broccoli-Röschen, kleine Fleischstücke. Jeder Bissen bringt Sauce und Einlage gemeinsam mit.
- 15 bis 18 Minuten Kochzeit: Ungewöhnlich lang für ein kurzes Format, und ein direktes Zeichen für den dichten, kompakt gerollten Teig. Die Nudel bleibt dabei bissfest statt weich – ein Kauerlebnis, das an frische Pasta erinnert.
- Trafilatura al bronzo: Der Teig wird durch handgefertigte Bronzeformen gepresst. Die Oberfläche wird fein rau und porös, Sauce haftet daran, statt abzuperlen.
- Zwei Zutaten, viel Zeit: ausgewählter Hartweizengrieß und reines Wasser aus den Bergen, schonend bei rund 40 bis 45 Grad getrocknet. Ohne Ei, 250 g, hergestellt in Italien.
Warum die lange Kochzeit ein Qualitätsmerkmal ist
Dichter Teig, langer Biss
Industrielle Nudeln sind auf Tempo optimiert: dünne Wandstärken, glatte Oberfläche, sieben Minuten und fertig. Cavatelli funktionieren umgekehrt. Der Teig wird kompakt geformt, die Wandstärke bleibt kräftig – deshalb dauert das Garen 15 bis 18 Minuten. Der Lohn ist ein Biss, der auch nach dem Schwenken in der Pfanne standhält, und eine Nudel, die in einer Suppe oder einem Eintopf nicht in wenigen Minuten zerfällt.
Plane die Zeit ruhig ein und probiere früh. Wer Cavatelli nach zehn Minuten abgießt, weil andere Pasta dann fertig wäre, hält einen mehligen Kern in der Hand und wird der Nudel nicht gerecht.
Bronzezug und Langzeittrocknung aus Pianella
Die Bronzeformen arbeiten langsamer als industrielle Teflonmatrizen und hinterlassen eine mikroraue, matt wirkende Oberfläche. Anschließend trocknen die Nudeln über viele Stunden bei niedriger Temperatur, statt in wenigen Stunden bei Hitze durchgejagt zu werden. Das bewahrt die Eiweißstruktur und die Aromen des Getreides – bei Cavatelli besonders spürbar, weil der dichte Teig beim Kauen viel Getreidegeschmack freigibt.
Woran du gute Cavatelli im Topf erkennst
Das Kochwasser wird deutlich trüb und stärkehaltig – heb eine Tasse davon auf, sie bindet deine Sauce ganz ohne Sahne. Die Nudeln behalten ihre Wölbung, statt sich flach zu ziehen, und sie kleben nach dem Abgießen nicht zusammen. Ein leichter Weißschimmer auf der Oberfläche ist kein Makel, sondern der Abdruck der Bronzeform.
Die passenden Saucen für Cavatelli
Alles, was Stücke mitbringt, spielt dieser Form in die Karten. Der süditalienische Klassiker ist Salsiccia mit Cime di Rapa oder Broccoli, Knoblauch und Peperoncino – die Röschen setzen sich in den Kuhlen fest. Ebenso traditionell: ein kräftiges Fleisch-Ragù, Cavatelli e fagioli mit Bohnen und Rosmarin, oder – apulisch – Cavatelli con le cozze mit Miesmuscheln und Tomate.
Sehr gut funktioniert auch die schnelle Variante: Cavatelli mit frischer Rucola und geriebenem Pecorino Romano, dazu ein kräftiges natives Olivenöl extra. Bei sehr dünnflüssigen, glatten Saucen verschenkst du dagegen das, was diese Nudel eigentlich kann – dafür sind lange Formate die bessere Bühne.
Häufige Fragen zu Cavatelli
Was sind Cavatelli eigentlich?
Kurze, längliche Nudeln mit einer nach innen gewölbten Kuhle. Der Name kommt von cavare, aushöhlen. Traditionell wurden sie von Hand über ein Holzbrett gezogen, wobei der Daumen die charakteristische Vertiefung hinterließ. Zu Hause sind sie im Molise und in ganz Süditalien.
Wie lange müssen Cavatelli kochen?
Rund 15 bis 18 Minuten – deutlich länger als die meisten kurzen Formate, weil der Teig dicht und kräftig ist. Probiere ab Minute 14 und gieß ab, sobald der Kern gerade eben verschwunden ist. Die verbindliche Angabe steht auf der Packung.
Was ist der Unterschied zwischen Cavatelli und Orecchiette?
Beide stammen aus Süditalien und beide sind gewölbt, aber Orecchiette sind rund und flach wie kleine Ohren, Cavatelli länglich und gerollt. Cavatelli haben dadurch mehr Volumen und einen kräftigeren Biss, Orecchiette liegen breiter unter der Sauce.
Sind diese Cavatelli vegan?
Ja. Sie bestehen ausschließlich aus Hartweizengrieß und Wasser, ohne Ei. Verbindlich sind die Angaben in der Produktkennzeichnung auf dieser Seite.
Für wie viele Personen reichen 250 g?
Als Primo Piatto für drei Personen, als Hauptgericht für zwei. Weil Cavatelli beim Kochen kräftig aufgehen, wirkt die Portion großzügiger, als die Packungsgröße vermuten lässt.
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RUSTICHELLA D'ABRUZZO
