Olio Calvi | Ligurien

Olio Calvi | Ligurien

Seit 1921 handelt und produziert die Familie Calvi in Imperia ligurisches Olivenöl – aus Korbflaschen fürs Piemont wurde über drei Generationen ein Haus, das man heute in Feinkostläden rund um die Welt findet. Das Herzstück ist das eigene Frantoio in Pontedassio, mitten in den Taggiasca-Hainen des Oneglia-Tals, wo die Oliven noch am Abend der Ernte vermahlen und kalt extrahiert werden. Herausgekommen ist ein Öl, das nach süßer Mandel und reifer Olive schmeckt, mit wenig Schärfe und einem langen, weichen Nachhall. Genau richtig für alles, was nicht übertönt werden soll: Fisch, Meeresfrüchte, junges Gemüse, helle Antipasti.

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Olio Calvi Mosto Oro Natives Olivenöl extra 500 ml in goldener Schutzfolie
Taggiasca-Oliven an Terrassenhängen im Hinterland von Imperia in Ligurien

Olio Calvi aus Imperia: ligurisches Olivenöl mit Handschrift

Fünf Kilometer hinter der Küste von Imperia beginnt das Tal von Oneglia. Terrassen, Trockenmauern, silbergraue Bäume bis hinauf an den Waldrand – und mittendrin ein Frantoio, in dem an Novemberabenden bis nach Mitternacht Licht brennt. Hier entsteht das Olivenöl der Familie Calvi, seit 1921 und heute in dritter Generation. Wer ligurisches Olivenöl mag, weil es nicht überredet, sondern begleitet, findet bei Olio Calvi genau diese Handschrift.

  • Familienunternehmen seit 1921, gegründet von Giuseppe Calvi in Oneglia bei Imperia – geführt von Gianni und Luca Calvi
  • Eigenes modernes Frantoio in Pontedassio, mitten in den Taggiasca-Hainen des Oneglia-Tals
  • Oliven werden am Abend des Erntetags vermahlen und kalt extrahiert – bei maximal 27 °C in jeder Prozessstufe
  • Schwerpunkt auf der Taggiasca-Olive, ergänzt um Riviera Ligure DOP und ligurische Spezialitäten

Von Oneglia in die Welt: die Geschichte der Familie Calvi

1919 kehrt der junge Giuseppe Calvi aus dem Ersten Weltkrieg nach Oneglia zurück, in eine Familie von Olivenbauern der Riviera di Ponente. Er beginnt im Ölhandel – zunächst bei anderen, dann auf eigene Rechnung. 1921 gründet er mit seinem Bruder Paolo die „Fratelli Calvi", 1923 bezieht das Haus die Adresse in der Via Garessio, an der es bis heute sitzt. Ein Jahr zuvor war Oneglia mit Porto Maurizio zu Imperia verschmolzen.

Zuerst gehen die Korbflaschen ins benachbarte Piemont, später in die Lombardei. Dann über den Atlantik: In den USA und in Südamerika leben Zehntausende ausgewanderte Ligurer, die ihr Öl vermissen. Aus Flaschen werden Dosen, aus Dosen wird ein Erkennungszeichen. Imperia entwickelt sich in diesen Jahrzehnten zum wichtigsten Umschlagplatz für Olivenöl in Italien – und die Ölhändler der Stadt zu einer eigenen Zunft mit eigener Sprache und eigenem Gaumen.

Drei Generationen an derselben Adresse

Auf Giuseppe folgen seine Kinder Giovanni und Annabianca, die dem Haus in den Nachkriegsjahrzehnten seinen Ruf als Selektionshaus geben. Heute führen Gianni und Luca Calvi das Unternehmen mit einer kleinen Mannschaft. Die Geschäftsstrategie haben sie selbst einmal so formuliert: gute, natürliche Produkte anbieten, sie sorgfältig herstellen, elegant kleiden – und dabei nie den Respekt vor dem verlieren, der das Öl am Ende auf den Tisch stellt. Das ist keine Marketingzeile, das ist eine Arbeitsanweisung.

Das Frantoio in Pontedassio: wo aus Taggiasca Öl wird

Lange ließ Calvi seine Oliven in fremden Mühlen vermahlen. 2013 hat die Familie ein eigenes Frantoio gebaut, in Pontedassio an der Via Nazionale, umgeben von den Hainen des Oneglia-Tals. Es ist eine bewusst moderne Anlage: keine Steinmühle, kein Presskorb, sondern Technik, die auf eine einzige Frage hin ausgelegt ist – wie bringt man die Aromen der Taggiasca möglichst unversehrt in die Flasche?

Kalt extrahiert und Schritt für Schritt temperaturkontrolliert

Die Oliven werden entblättert, gewaschen und noch am Abend der Ernte verarbeitet. Ein wassergekühlter Messerbrecher zerkleinert Schale, Fruchtfleisch und Kern differenziert, die Malaxierung läuft temperaturgeführt, und die Trennung übernimmt ein Zweiphasen-Dekanter – eine Technik, die in Ligurien selten ist, weil sie anspruchsvoll im Betrieb ist. Ihr Vorteil: Der Olivenpaste wird kaum Wasser zugesetzt, wodurch ein hoher Anteil der Polyphenole im Öl bleibt. Genau diese Verbindungen tragen Duft, Geschmack und Haltbarkeit. „Kalt extrahiert" darf ein Öl nur heißen, wenn es in keiner Prozessstufe über 27 °C erwärmt wird – bei Calvi ist die gesamte Linie darauf ausgelegt.

Ein Frantoio mit kleinem Fußabdruck

Der Trinkwasserverbrauch ist niedrig, die Olivenkerne werden zur Beheizung des Gebäudes verbrannt, der Trester wandert in Biodigestoren zur Biogaserzeugung. Nachhaltigkeit ist hier weniger Anspruch als Nebenprodukt einer konsequent zu Ende gedachten Anlage.

Die Olivenöle von Olio Calvi im Überblick

Rund 70.000 Flaschen im Jahr entfallen auf die ligurischen Öle aus der Taggiasca-Olive und auf das Riviera Ligure DOP. Dazu kommen italienische Öle aus anderen Sorten – Peranzana, Biancolilla, Ogliarola, Coratina, Gentile –, die Calvi in Partner-Frantoi vermahlen lässt. Sämtliche abgefüllten nativen Olivenöle extra stammen aus italienischen Oliven und werden kalt extrahiert.

Taggiasca, Riviera Ligure DOP und Mosto Oro

Die Taggiasca ist die Leitsorte der westligurischen Riviera: klein, spät reifend, mühsam zu ernten – und verantwortlich für dieses milde, mandelige, fast cremige Profil, das ligurisches Olivenöl unverwechselbar macht. Wenig Schärfe, kaum Bitterkeit, dafür süße Mandel, reife Olive und ein langer, weicher Nachhall. Das Riviera Ligure DOP trägt zusätzlich die strengste italienische Herkunftsbezeichnung: Anbau, Verarbeitung und Abfüllung müssen vollständig im geschützten Gebiet stattfinden. Was hinter DOP, IGP und DOC steckt, erklären wir dir ausführlich in unserem Warenkunde-Beitrag zu Italiens Gütesiegeln. Das goldverpackte Mosto Oro wiederum ist seit Jahrzehnten das Aushängeschild des Hauses – und in vielen Küchen der Grund, warum man Calvi überhaupt kennt.

Wozu ligurisches Olivenöl von Calvi passt

Ein westligurisches Öl ist immer dann die richtige Wahl, wenn der Eigengeschmack des Gerichts bestehen bleiben soll. Über gedämpftem oder gebratenem Fisch, über Meeresfrüchten, auf hellen Antipasti, in Salaten mit jungem Käse, über einer Tomatensuppe, zum Schluss über frischer Pasta. Auch in der süßen Küche funktioniert es: ein Löffel Taggiasca-Öl in einen Zitronenkuchen, und der Teig wird seidiger. Wer die ligurische Küche weiterdenken will, kombiniert Calvi mit Pesto alla Genovese von Ramella; alles Weitere aus der Region findest du in unserer Ligurien-Auswahl und im gesamten Olivenöl-Sortiment.

Häufige Fragen zu Olio Calvi

Seit wann gibt es Olio Calvi?
Giuseppe Calvi stieg 1919 in den ligurischen Ölhandel ein und gründete 1921 gemeinsam mit seinem Bruder Paolo die „Fratelli Calvi". Seit 1923 sitzt das Unternehmen in der Via Garessio in Imperia Oneglia.

Woher stammen die Oliven?
Die ligurischen Öle entstehen aus Taggiasca-Oliven aus dem Tal von Oneglia, die im eigenen Frantoio in Pontedassio vermahlen werden. Für die übrigen Öle verwendet Calvi ausschließlich italienische Oliven anderer Sorten.

Wie schmeckt Taggiasca-Olivenöl?
Mild und ausgewogen, mit Noten von süßer Mandel, reifer Olive und einem Hauch Kräuter. Schärfe und Bitterkeit bleiben dezent – deshalb eignet es sich besonders gut für Fisch, Gemüse und alles, was nicht übertönt werden soll.

Was bedeutet „kalt extrahiert"?
Dass das Öl in keiner Verarbeitungsstufe über 27 °C erwärmt wurde. Aromen und Polyphenole bleiben dadurch weitgehend erhalten. Der ältere Begriff „kaltgepresst" bezieht sich auf Pressverfahren, die heute kaum noch im Einsatz sind.

Wie lagere ich Olivenöl richtig?
Dunkel, kühl und fest verschlossen, aber nicht im Kühlschrank. Nach dem Öffnen innerhalb weniger Monate verbrauchen – natives Olivenöl extra ist ein Frischeprodukt, kein Vorrat für Jahre.

Du willst die ligurische Milde selbst am Löffel probieren? Die Olivenöle von Olio Calvi kannst du bei OLIPASO direkt in den Warenkorb legen – versandfertig innerhalb von 24 Stunden, sorgfältig verpackt und mit persönlicher Beratung, wenn du dir bei der Auswahl unsicher bist.