Strozzapreti Nr. 113 La Pasta di Una Volta 500g
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| Nährwerte pro 100 g | |
|---|---|
| Energiewert | 360 kcal / 1507 kJ |
| Eiweiß | 13,00 g |
| Kohlenhydrate | 70,20 g |
| Davon Zucker | 3,40 g |
| Ballaststoffe | 3,00 g |
| Fett | 1,50 g |
| Davon gesättigte Fettsäuren | 0,30 g |
| Salz | 0,01 g |
| Kochzeit | 9 Minuten |
Strozzapreti Nr. 113 – die handgerollte „Priesterwürger"-Pasta aus den Abruzzen
Die Strozzapreti Nr. 113 aus dem Pastificio Cav. Giuseppe Cocco sind kurze, von Hand gedrehte Nudeln aus reiner Semola di grano duro – eine traditionsreiche Pastaform, deren Name auf Deutsch so viel wie „Priesterwürger" bedeutet. Hergestellt werden sie im Pastificio in Fara San Martino nach den Methoden der Linie La Pasta di Una Volta, mit denen Cocco bewusst an die handwerklichen Verfahren früherer Generationen anknüpft. Ihre charakteristisch verdrehte, leicht ungleichmäßige Form geht auf jene Pastasorten zurück, die in den Küchen Mittelitaliens – von der Emilia-Romagna über die Toskana bis in die Marken und Umbrien – seit Jahrhunderten zubereitet werden. Dieser Artikel verbindet die rustikale Tradition Mittelitaliens mit der Pasta-Kultur der Abruzzen.
Was die Strozzapreti Nr. 113 zu echter Handwerkspasta macht
Was diesen Artikel von industriell gefertigter Massenware unterscheidet, beginnt mit dem Rohstoff. Das Pastificio verwendet ausschließlich italienischen Hartweizengrieß höchster Qualität – eine fein vermahlene Semola aus den besten Anbaugebieten Italiens – und vermählt sie mit weichem, mineralarmem Quellwasser direkt aus dem Maiella-Massiv. Dieses Wasser ist seit dem 16. Jahrhundert der Grund, weshalb sich rund um Fara San Martino eine bedeutende Pasta-Tradition entwickeln konnte: Sein niedriger Kalkgehalt verbindet sich besonders gut mit Semola und sorgt für einen elastischen, gleichmäßigen Teig, der die typische, von Hand gedrehte Form sauber annimmt und beim Kochen seine charakteristischen Falten und Drehungen behält.
Geformt wird der Teig anschließend durch traditionelle Bronzematrizen statt durch die in der Industrie übliche Teflonform. Das Ergebnis ist eine raue, leicht poröse Oberfläche, an der Saucen messbar besser haften – ein Detail, das gerade bei dieser Variante entscheidend ist, denn ihre verdrehte Form ist regelrecht dafür gemacht, kräftige Ragùs, Sugos und Cremesaucen festzuhalten. Genauso wichtig ist die anschließende Trocknung: Während industrielle Pasta in wenigen Stunden bei bis zu 110 °C getrocknet wird, lässt das Pastificio diese Nudeln bis zu 56 Stunden bei niedriger Temperatur trocknen. Die Stärke- und Eiweißstruktur der Semola bleibt dabei intakt, die Nudel behält ihren Biss und entwickelt jenen leichten, fast brotigen Eigengeschmack, der echte Pasta artigiano auszeichnet.
Hinzu kommt die Form selbst: Die Nr. 113 sind etwa vier bis fünf Zentimeter lang, leicht abgeflacht und durch eine charakteristische Drehung in der Mitte zusammengelegt – als hätte man einen schmalen Teigstreifen zwischen den Handflächen gerollt und kurz verdreht. Genau diese Geste liegt der traditionellen Herstellung zugrunde, und das Pastificio kommt der handgemachten Originalform mit Bronzeziehung erstaunlich nahe. Die Drehung ist nicht dekorativ, sondern funktional: Sie schafft Volumen, Kanten und kleine Vertiefungen, in denen sich Tomatensugos, Ragùs und Olivenöl-Saucen verankern können. Wer einmal Strozzapreti mit einem kräftigen Wildragù auf dem Teller hatte, kennt den Effekt: Jede einzelne Nudel ist gleichmäßig von Sauce umhüllt, statt sie nur passiv mitzutragen.
Was das auf dem Teller bedeutet
In der Summe ergeben diese Eigenschaften eine Pasta, die selbst bei langem Köcheln in der Pfanne ihre Form und Biss behält, die Sauce sichtbar bindet und mit ihrem dezenten Aroma aus Hartweizengrieß auch puristische Zubereitungen wie Aglio-Olio mit Pecorino oder eine schlichte Tomate-Basilikum-Sauce selbstbewusst trägt. Beim Abgießen zeigt sich ein verlässliches Erkennungsmerkmal echter Pasta artigiano: Das Kochwasser ist deutlich trüber und stärkereicher als bei industrieller Ware. Diese Stärke ist Gold wert – mit einem Schöpflöffel davon lässt sich jedes Sugo in Sekunden zur cremigen Emulsion binden, ohne dass weitere Sahne oder Butter nötig wären.
Geschmack, Biss und Charakter
Die Strozzapreti Nr. 113 schmecken nach dem, was Pasta eigentlich schmecken sollte: nach Hartweizengrieß, leicht nussig, mit jener feinen Süße, die nur durch lange Trocknung entsteht. Im Mund zeigt sich ein präziser, kräftiger Biss – die kompakten, gedrehten Nudeln behalten auch nach dem Abgießen ihre Spannung und werden nicht weich. Die raue Bronzeoberfläche fühlt sich leicht griffig an und liefert genau jene Textur, die im Zusammenspiel mit kräftigen Saucen für den charakteristischen mittelitalienischen Genuss sorgt. Es ist eine Pasta, die nichts versteckt – weder im Geschmack noch in der Form.
Die Form und der Name: warum „Strozzapreti"?
Der Name bedeutet wörtlich „Priesterwürger" – eine Bezeichnung, die in der italienischen Volkskultur tief verwurzelt ist. Eine verbreitete Legende erzählt, dass Bauern in der Emilia-Romagna ihren Priestern diese sättigende Pasta servierten, woraufhin diese so gierig zugriffen, dass sie sich beinahe daran verschluckten. Andere Erklärungen verweisen auf die rasche Handbewegung, mit der die Pasta gerollt wird – als würde man jemandem den Hals zudrehen. Wie auch immer der Name entstanden ist: Er steht heute für eine rustikale, ungekünstelte Pastaform, die in mehreren Regionen Mittelitaliens – Emilia-Romagna, Marken, Umbrien und Toskana – beheimatet ist.
Strozzapreti, Pici, Cavatelli – die Unterschiede
Strozzapreti werden gelegentlich mit toskanischen Pici (langen, dicken Spaghetti) oder mit süditalienischen Cavatelli (kleinen, gemuschelten Nudeln) verwechselt. Tatsächlich sind sie länger und flacher als Cavatelli, dafür kürzer und gedrehter als Pici. Ihr unverwechselbares Merkmal ist die asymmetrische, in der Mitte zusammengelegte Drehung – eine Form, die in keiner anderen traditionellen Pastasorte Italiens in dieser Weise vorkommt. Auch innerhalb des Cocco-Sortiments ist dieser Artikel klar identifizierbar: Die Nummerierung Nr. 113 markiert eine feste Position in der Linie La Pasta di Una Volta. Die rustikale Form steht damit in einer langen Reihe mittelitalienischer Pasta-Traditionen, in denen Cav. Cocco die handwerklichen Verfahren bewusst weiterführt.
Zubereitung und Kochzeit
Die Strozzapreti Nr. 113 benötigen aufgrund ihrer kompakten, gedrehten Form eine etwas längere Kochzeit als andere kurze Pastasorten: In reichlich sprudelndem Salzwasser sind sie nach etwa 10 bis 12 Minuten al dente. Wegen ihrer dicken Stellen am Drehpunkt empfiehlt es sich, die Nudeln ab der achten Minute zu probieren und das Wasser kräftig im Wallen zu halten. Vor dem Abgießen unbedingt eine Tasse des stärkehaltigen Kochwassers aufbewahren, um die Sauce am Ende cremig zu binden. Die letzten 30 bis 60 Sekunden sollten die Nudeln in der Pfanne mit der Sauce „mantecato" werden – also unter Schwenken vermählt –, damit jede Drehung mit Sugo gefüllt wird.
Passende Saucen und klassische Gerichte
Dieses Format ist die klassische Pasta für kräftige Saucen. In der Emilia-Romagna serviert man sie traditionell mit Ragù alla Bolognese, in der Toskana mit Wildragù von Wildschwein oder Hase, in den Marken mit einem würzigen Sugo aus Salsiccia und Fenchelsamen. Hervorragend passen sie auch zu einem cremigen Pesto aus Rucola und Walnüssen, zu Saucen mit Meeresfrüchten und Kirschtomaten („alla pescatora") oder zu einer schlichten Aglio-Olio-Variante mit Peperoncino und reichlich gehobeltem Pecorino. Auch in der toskanischen Klassik Strozzapreti al sugo finto – einer „falschen" Fleischsauce ohne Fleisch, dafür mit reichlich Tomate, Sellerie, Karotte und Zwiebel – zeigt diese Pasta ihre rustikale Stärke. In gegrillten Pasta-Salaten mit Auberginen, Zucchini und gerösteten Pinienkernen überzeugt der Artikel ebenfalls, weil die Drehungen das Aroma der Marinade vollständig aufnehmen.
Cav. Giuseppe Cocco – Pasta-Manufaktur seit 1916
Das Pastificio Cav. Giuseppe Cocco wurde 1916 in Fara San Martino am Fuß der Maiella in den Abruzzen gegründet – einem Ort, der seit dem 16. Jahrhundert für seine Pasta-Tradition bekannt ist. Das Familienunternehmen hat sich der handwerklichen Herstellung verschrieben und produziert bis heute ohne industrielle Beschleunigung: Bronzeziehung, frisches Quellwasser aus der Maiella und mehrtägige Lufttrocknung bei niedriger Temperatur sind hier kein Marketing-Versprechen, sondern Alltag im Betrieb. Mit der Linie La Pasta di Una Volta – „die Pasta von einst" – greift das Pastificio bewusst auf jene Pasta-Tradition zurück, die in den Haushalten Italiens über Generationen weitergegeben wurde: ehrliche Form, ehrlicher Geschmack, ohne Eile in der Produktion. Diese Haltung verkörpert die Pasta artigiano in ihrer reinsten Form.
Häufige Fragen zu Strozzapreti Nr. 113
Wie lange müssen Strozzapreti Nr. 113 kochen? In reichlich sprudelndem Salzwasser sind sie nach etwa 10 bis 12 Minuten al dente. Wegen ihrer kompakten, gedrehten Form benötigen sie etwas länger als typische kurze Pastasorten – am besten ab der achten Minute regelmäßig probieren.
Was bedeutet der Name Strozzapreti? Strozzapreti heißt wörtlich „Priesterwürger". Eine bekannte Legende erzählt, dass Bauern in der Emilia-Romagna ihren Priestern diese sättigende Pasta servierten und diese so hastig aßen, dass sie sich beinahe verschluckten. Heute steht der Name für eine rustikale, von Hand gedrehte Pastaform aus Mittelitalien.
Welche Sauce passt am besten zu dieser Form? Klassisch sind kräftige Fleisch- und Wildragùs (Bolognese, Wildschwein, Hase, Salsiccia mit Fenchel), aber auch Tomate-Basilikum, Pesto aus Rucola und Walnüssen oder Aglio-Olio mit Pecorino harmonieren hervorragend mit der gedrehten Form.
Woher stammen Strozzapreti ursprünglich? Sie sind in mehreren Regionen Mittelitaliens beheimatet – vor allem in der Emilia-Romagna, in den Marken, in Umbrien und in der Toskana. Sie werden traditionell von Hand zwischen den Handflächen gerollt.
Was macht Bronzeziehung besser als Teflonformen? Bronzematrizen erzeugen eine raue, leicht poröse Oberfläche, an der Saucen deutlich besser haften. Teflongezogene Pasta hat eine glatte Oberfläche – Ragù und Sugo gleiten ab, statt sich mit der Pasta zu verbinden.
GIUSEPPE COCCO
