Conchiglia Nr. 88 Caserecci di Semola 500g
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| Nährwerte pro 100 g | |
|---|---|
| Energiewert | 360 kcal / 1507 kJ |
| Eiweiß | 13,00 g |
| Kohlenhydrate | 70,20 g |
| Davon Zucker | 3,40 g |
| Ballaststoffe | 3,00 g |
| Fett | 1,50 g |
| Davon gesättigte Fettsäuren | 0,30 g |
| Salz | 0,01 g |
| Kochzeit | 10-12 Minuten |
Conchiglia Nr. 88 – die muschelförmige Klassikerin der Casarecci-Linie
Die Conchiglia Nr. 88 aus dem Pastificio Cav. Giuseppe Cocco ist eine mittelgroße, muschelförmig gewölbte Nudel aus reiner Semola di grano duro. Hergestellt wird sie im Pastificio in Fara San Martino innerhalb der Linie Casarecci di Semola, mit der Cocco jene Pastaformen verewigt, die in italienischen Haushalten seit Generationen auf dem Sonntagstisch stehen. Ihr Name verrät bereits ihre Funktion: conchiglia bedeutet auf Italienisch „Muschel" – und genau wie das Vorbild aus dem Mittelmeer ist diese Pastaform regelrecht dafür gemacht, Saucen, Cremes und kleine Zutaten in sich aufzunehmen. Dieser Artikel gehört zu den vielseitigsten Pastaformen im Sortiment des Pastificio Cav. Giuseppe Cocco.
Was die Nr. 88 zu echter Handwerkspasta macht
Was diesen Artikel von Giuseppe Cocco von industriell gefertigter Massenware unterscheidet, beginnt mit dem Rohstoff. Das Pastificio verwendet ausschließlich italienischen Hartweizengrieß höchster Qualität – eine fein vermahlene Semola aus den besten Anbaugebieten Italiens – und vermählt sie mit weichem, mineralarmem Quellwasser direkt aus dem Maiella-Massiv. Dieses Wasser ist seit dem 16. Jahrhundert der Grund, weshalb sich rund um Fara San Martino eine bedeutende Pasta-Tradition entwickeln konnte: Sein niedriger Kalkgehalt verbindet sich besonders gut mit Semola und sorgt für einen elastischen Teig, der die typische Muschelform sauber annimmt und ihre charakteristische Wölbung beim Kochen bewahrt.
Geformt wird der Teig anschließend durch traditionelle Bronzematrizen statt durch die in der Industrie übliche Teflonform. Das Ergebnis ist eine mikroskopisch raue, leicht poröse Oberfläche, an der Saucen messbar besser haften – ein Detail, das gerade bei der Form eine doppelte Wirkung entfaltet: Die hohle Innenseite fängt die Sauce, die raue Außenseite hält sie fest. Genauso wichtig ist die anschließende Trocknung: Während industrielle Pasta in wenigen Stunden bei bis zu 110 °C getrocknet wird, lässt Cav. Giuseppe Cocco sie bis zu 56 Stunden bei niedriger Temperatur trocknen. Die Stärke- und Eiweißstruktur der Semola bleibt dabei intakt, die Muschel behält ihre Spannung und entwickelt jenen leichten, fast brotigen Eigengeschmack, der echte Pasta artigiano auszeichnet.
Hinzu kommt die Form selbst: Die Nr. 88 ist etwa eineinhalb bis zwei Zentimeter lang, leicht gerippt an der Außenseite und nach innen gewölbt – eine Geometrie, die ihre Funktion offenlegt. Die Rippen außen vergrößern die Oberfläche für die Sauce, die Wölbung innen fängt sie auf wie eine kleine Schale. Wer einmal eine Conchiglia mit Ricotta-Spinat-Füllung, einer dicken Tomatensauce oder einem Pesto auf dem Teller hatte, kennt den Effekt: Jede Muschel bringt einen vollen Löffel Sauce zum Gaumen, ohne dass am Tellerrand etwas zurückbleibt. Diese Funktionalität macht den Artikel zum Liebling von Familienköchen und Restaurants in ganz Italien.
Was das auf dem Teller bedeutet
In der Summe ergeben diese Eigenschaften eine Pasta, die ihre Form auch in heißen, lange köchelnden Saucen behält, die Sauce sichtbar bindet und mit ihrem dezenten Aroma aus Hartweizengrieß sowohl rustikale Sugos als auch feine Cremes selbstbewusst trägt. Beim Abgießen zeigt sich ein verlässliches Erkennungsmerkmal echter Pasta artigiano: Das Kochwasser ist deutlich trüber und stärkereicher als bei industrieller Ware. Diese Stärke ist sehr wertvoll – mit einem Schöpflöffel davon lässt sich jede Sauce in Sekunden zur cremigen Emulsion binden, die sich vollständig in jede einzelne Muschel legt.
Geschmack, Biss und Charakter
Die Nr. 88 von Giuseppe Cocco schmeckt nach dem, was Pasta eigentlich schmecken sollte: nach Hartweizengrieß, leicht nussig, mit jener feinen Süße, die nur durch lange Trocknung entsteht. Im Mund zeigt sich ein präziser Biss – die gewölbten Muscheln behalten auch nach dem Abgießen ihre Spannung und werden nicht weich oder schwammig. Die raue Bronzeoberfläche fühlt sich leicht griffig an, die Rippung gibt dem Gaumen ein zusätzliches Strukturelement. Es ist eine Pasta mit Charakter, die gleichermaßen für die ehrliche Hausmannskost wie für anspruchsvolle Gerichte taugt.
Die Form: warum gerade Conchiglie?
Diese Pastaform gehört zur großen Familie der süditalienischen pasta corta – jener kurzen Pastaformen, die in Kampanien, Apulien und Sizilien zu Hause sind. Während kleinere Conchigliette als Suppeneinlage dienen und die größeren Conchiglioni gefüllt im Ofen landen, ist die mittlere Größe Nr. 88 die Allrounderin der Familie: kräftig genug für deftige Saucen, fein genug für leichte Sommergerichte, geräumig genug, um auch festere Zutaten wie Bohnen, Erbsen, Linsen oder kleine Wurststückchen aufzunehmen. Die Pasta artigiano in dieser Größe ist in Italien seit Generationen die erste Wahl, wenn die Sauce nicht nur die Pasta begleiten, sondern in ihr ankommen soll.
Conchiglie, Lumache, Orecchiette – die Unterschiede
Sie wird gelegentlich mit den ähnlich gewölbten Lumache („Schnecken") oder mit den apulischen Orecchiette („Öhrchen") verwechselt. Tatsächlich sind Lumache stärker eingerollt und ähneln einem Schneckenhaus, während Orecchiette flacher und schalenförmig sind. Die Conchiglia hingegen ist offen, länglich und gerippt – eine Form, die mehr Sauce aufnimmt als Orecchiette und gleichzeitig weniger Hohlraum bietet als Lumache. Auch innerhalb des Cocco-Sortiments ist dieser Artikel klar verortet: Die Nummer 88 markiert eine feste Position in der Linie Casarecci di Semola, in der Cav. Cocco die klassischen Hausmacher-Formate Italiens versammelt.
Casarecci di Semola – die Linie der „hausgemachten" Pasta
Der Linienname Casarecci di Semola verweist auf den italienischen Begriff casereccio – „hausgemacht". In dieser Reihe versammelt Cav. Giuseppe Cocco jene Pastaformen, die früher in italienischen Familien selbst hergestellt wurden, bevor industriell gefertigte Pasta den Alltag eroberte. Die Nr. 88 ist ein klassisches Beispiel: eine Form, die in jeder Region Italiens unter leicht abgewandeltem Namen zu finden war und in vielen Haushalten zum festen Repertoire der Sonntagsküche gehörte.
Zubereitung und Kochzeit
Die Conchiglia Nr. 88 von Giuseppe Cocco benötigt aufgrund ihrer Muschelform eine etwas längere Kochzeit: In reichlich sprudelndem Salzwasser ist sie nach etwa 11 bis 13 Minuten al dente. Wichtig ist, das Wasser kräftig im Wallen zu halten, damit die Muscheln sich frei bewegen und nicht ineinander verkanten. Vor dem Abgießen unbedingt eine Tasse des stärkehaltigen Kochwassers aufbewahren, um die Sauce am Ende cremig zu binden. Die letzten 60 Sekunden sollten die Conchiglie in der Pfanne mit der Sauce „mantecato" werden – also unter Schwenken vermählt –, damit sich die Sauce vollständig in die Wölbungen legt. Beim Abgießen vorsichtig vorgehen: Die Muscheln können noch heißes Kochwasser im Inneren tragen.
Passende Saucen und klassische Gerichte
Die Nr. 88 ist eine der vielseitigsten Pastaformen überhaupt. Klassisch sind kräftige Tomatensaucen mit Ricotta und Basilikum, ein cremiges Sugo aus Erbsen, Pancetta und Sahne oder ein deftiges Ragù aus Salsiccia und Fenchel. Hervorragend passt sie auch zur traditionellen Pasta e Fagioli (Pasta mit Bohnen) oder zur Pasta e Ceci (Pasta mit Kichererbsen), weil die Muscheln die Hülsenfrüchte regelrecht einfangen. In leichteren Gerichten überzeugt sie mit Pesto Genovese und Stracciatella, mit gerösteten Cherrytomaten und Burrata oder mit einem Sugo aus Zucchini, Zitronenzeste und Mandeln. Auch im Pasta-Salat zeigt der Artikel seine Stärken, weil die Muschelhöhlen Vinaigrette und kleingeschnittenes Gemüse halten wie kleine Schalen. Für Familienküchen ein dankbarer Allrounder, für ambitionierte Köche ein perfekter Träger feiner Aromen.
Cav. Giuseppe Cocco – Pasta-Manufaktur seit 1916
Das Pastificio Cav. Giuseppe Cocco wurde 1916 in Fara San Martino am Fuß der Maiella in den Abruzzen gegründet – einem Ort, der seit dem 16. Jahrhundert für seine Pasta-Tradition bekannt ist. Das Familienunternehmen hat sich der handwerklichen Herstellung verschrieben und produziert bis heute ohne industrielle Beschleunigung: Bronzeziehung, frisches Quellwasser aus der Maiella und mehrtägige Lufttrocknung bei niedriger Temperatur sind hier kein Marketing-Versprechen, sondern Alltag im Betrieb. Mit der Linie Casarecci di Semola bewahrt das Pastificio jene Pastaformen, die in den Haushalten Italiens über Generationen weitergegeben wurden: ehrliche Formen, ehrlicher Geschmack, ohne Eile in der Produktion.
Häufige Fragen zur Conchiglia Nr. 88
Wie lange muss Conchiglia Nr. 88 kochen? In reichlich sprudelndem Salzwasser ist sie nach etwa 11 bis 13 Minuten al dente. Wegen ihrer geschlossenen Muschelform benötigt sie etwas länger als andere kurze Pastasorten – das Wasser sollte kräftig im Wallen gehalten werden.
Was bedeutet der Name? Conchiglia ist das italienische Wort für „Muschel". Der Name verweist auf die charakteristische Muschelform der Nudel, deren Wölbung Saucen wie eine kleine Schale aufnimmt.
Welche Sauce passt am besten zu Conchiglie? Klassisch sind Tomatensaucen mit Ricotta, cremige Erbsen-Pancetta-Sugos, Ragùs mit Salsiccia sowie Hülsenfrucht-Gerichte wie Pasta e Fagioli oder Pasta e Ceci. Auch Pesto, Cherrytomaten-Burrata und Zucchini-Cremes harmonieren hervorragend mit der Muschelform.
Was ist der Unterschied zwischen Conchiglie und Conchiglioni? Conchiglioni sind die deutlich größere Variante (ca. 4–5 cm), die meist gefüllt im Ofen zubereitet wird. Die Conchiglia Nr. 88 ist die mittelgroße Variante (ca. 2,5–3 cm) und damit der vielseitige Allrounder für Pasta-Saucen aller Art. Conchigliette wiederum sind die kleinste Version und werden als Suppeneinlage verwendet.
Was macht Bronzeziehung besser als Teflonformen? Bronzematrizen erzeugen eine raue, leicht poröse Oberfläche, an der Saucen deutlich besser haften. Teflongezogene Pasta hat eine glatte Oberfläche – die Sauce gleitet ab, statt sich mit der Pasta zu verbinden.
GIUSEPPE COCCO
