Bomboletti Nr. 110 Caserecci di Semola 500g
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| Nährwerte pro 100 g | |
|---|---|
| Energiewert | 360 kcal / 1507 kJ |
| Eiweiß | 13,00 g |
| Kohlenhydrate | 70,20 g |
| Davon Zucker | 3,40 g |
| Ballaststoffe | 3,00 g |
| Fett | 1,50 g |
| Davon gesättigte Fettsäuren | 0,30 g |
| Salz | 0,01 g |
| Kochzeit | 12-14 Minuten |
Bomboletti Nr. 110 von Cav. Giuseppe Cocco – Abruzzen
Der Name klingt, als hätte ihn jemand mit einem Augenzwinkern vergeben – und genau so ist es: Bombolotti kommt von bombola, dem bauchigen Gasbehälter, und ist Verwandter des bombolone, des italienischen Krapfens. Gemeint ist eine kurze, rundlich-pralle Röhre, wie sie in römischen Trattorien seit jeher auf den Tisch kommt. In den Abruzzen kennt man sie auch als cannerozzetti. Bei Cav. Giuseppe Cocco entsteht sie so, wie gute Pasta in Fara San Martino seit Generationen entsteht.
Was die Bombolotti N.110 besonders macht
- Kurz und bauchig: die gedrungene, weit geöffnete Röhre nimmt stückige Saucen komplett in sich auf – Guanciale, Auberginenwürfel, Fleisch aus dem Ragù wandern hinein statt daneben.
- Ein Format mit Adresse: die Bombolotti sind die Nudel der römischen Trattoria-Küche – gemacht für Amatriciana, Norma und alles, was mit Pecorino endet.
- Rau auf Bronze gezogen: die traditionelle Bronzematrize lässt die Oberfläche porös – die Sauce greift, statt an der Röhre abzugleiten.
- 13 Minuten für einen echten Kern: die kräftige Wandstärke braucht Zeit und dankt es mit Biss, der auch im Ofen und in der Pfanne hält.
Warum die kurze Röhre so gut funktioniert
Eine lange Nudel trägt die Sauce, eine kurze Röhre fasst sie. Bei den Bombolotti kommt beides zusammen: Die weite Öffnung ist großzügig genug, dass sich Fleischstücke, Gemüsewürfel oder ein Löffel Sugo im Inneren sammeln. Wer schon einmal den bekannten Rest am Tellerboden erlebt hat – Nudel gegessen, Sauce übrig –, kennt das Problem, das dieses Format löst. Dazu kommt die kompakte Länge: Bombolotti lassen sich mit der Gabel aufnehmen, ohne dass etwas herunterfällt. Eine Nudel für gutes Essen, nicht für gute Manieren.
Geboren aus dem Wasser von Fara San Martino
Fara San Martino in den Abruzzen gilt seit jeher als eine der Wiegen der italienischen Pasta. Kaltes, weiches Quellwasser aus dem Maiella-Massiv verbindet sich hier mit sorgfältig ausgewähltem Hartweizengrieß zu einem festen, homogenen Teig. In der langsam kreisenden Gramola wird er geduldig durchgearbeitet, bevor ihn Schnecke und Mutter gegen die raue Bronzematrize drücken. Cav. Giuseppe Cocco bleibt diesem Ursprung treu – Qualität vor Tempo, seit Generationen.
Warum die dicke Wand Zeit braucht
Anschließend trocknet die Pasta über viele Stunden bei niedriger Temperatur – come una volta, wie einst. Bei einem so massiven Format ist das entscheidend: Nur schonende Trocknung bringt die Feuchtigkeit gleichmäßig aus der kräftigen Wand, ohne dass die Röhre reißt oder sich verzieht. Industrielle Schnelltrocknung bei hoher Hitze würde genau hier scheitern – und nebenbei das Aroma des Weizens verbrennen.
Das Ergebnis auf dem Teller
Bombolotti, die auch nach 13 Minuten ihre Form und ihren Kern behalten, angenehm nach Getreide duften und die Sauce nicht abwerfen. Kräftig, ehrlich, unverkennbar handwerklich.
So kommen die Bombolotti N.110 am besten zur Geltung
Dieses Format will Substanz. Alles, was Stücke, Fett und Charakter mitbringt, findet hier ein Zuhause – filigrane Öl-Saucen laufen dagegen einfach durch.
Bombolotti alla Norma
Die Empfehlung aus Fara San Martino selbst: gebratene Auberginenwürfel, eine sämige Tomatensauce, viel Basilikum und zum Schluss gehobelter Ricotta salata. Die Auberginen setzen sich in den Röhren fest, der salzige Käse setzt den Kontrapunkt – ein Klassiker, der mit diesem Format erst richtig rund wird.
Weitere Ideen aus der römischen Küche
Amatriciana mit Guanciale, Pecorino Romano und Tomate ist die naheliegendste Bühne. Ebenso großartig: Cacio e Pepe, ein langsam geschmortes Ragù, eine feurige Arrabbiata oder Pasta al forno, bei der die Röhren im Ofen goldene Ränder bekommen. Immer gilt – die Pasta mit einem Löffel Kochwasser in der Pfanne fertigziehen, damit Sauce und Nudel wirklich eins werden.
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GIUSEPPE COCCO
